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Girokonto, Versicherung, Energie und Co. – in diesen 4 Bereichen lässt sich viel Geld sparen

Die meisten Bürger haben langfristige Verträge, die zu den Dauerschuldverhältnissen zählen. Das heißt, es müssen regelmäßig mehr oder weniger hohe Kosten beglichen werden, wobei die einzelnen Raten an sich nicht hoch erscheinen, sich aber auf die lange Vertragssicht hin zu einer soliden Summe addieren. Wer sich allerdings hin und wieder die Mühe macht und diese Verträge kontrolliert, der kann mitunter viel Geld sparen. Dieser Artikel zeigt, in welchen Bereichen das relativ gut geht. 

1. Girokonto

Das Girokonto ist ein absolut notwendiger Posten. Schon Arbeitgeber setzen heute ein Girokonto voraus, auf welches das Gehalt überwiesen wird. Eine Mietwohnung gibt es kaum noch, wenn die Miete nicht bequem per Lastschrift abgebucht werden kann. Doch sind Girokonten mitunter teuer. Der Knackpunkt ist oft die Kontoführungsgebühr, die relativ gängig ist, aber kein Muss zu sein braucht. Sicherlich haben Strafzinsen und sonstige Kostenfaktoren dafür gesorgt, dass die Kontoführungsgebühr erneut erhoben wird, doch gibt es Ausnahmen: 

  • Kostenfreie Girokonten – einige Banken, gerade die Direktbanken, bieten kostenfreie Girokonten an. Mitunter sind sie allerdings an Bedingungen geknüpft. So kommt die Kostenfreiheit nur zur Geltung, wenn ein bestimmter Geldbetrag monatlich auf diesem Konto eingeht. Häufig ist die Höhe des Betrags aber so gering, dass selbst niedrige Gehälter sie sprengen.

  • Prämien oder Guthaben – einige Banken schenken den Kunden praktisch Geld, wenn sie ein Girokonto eröffnen und monatlich ein gewisser Betrag eingeht. Andere verbinden Sparguthaben mit der Kontoeröffnung oder locken Kunden mit einem höheren Zinssatz auf Sparguthaben, wenn gleichzeitig ein Girokonto geführt wird. Hier findet sich eine gute Übersicht von Girokonten mit Startguthaben.

Wichtig beim Vergleich von Girokonten ist, nicht allein auf die Erhebung oder die Höhe der Kontoführungsgebühr zu achten. Während das Geldabheben auch bei Direktbanken heute gut und einfach kostenlos möglich ist, können Kontenbewegungen hingegen wieder Kosten verursachen. Einige kostenfreie Girokonten sind nämlich nur kostenlos, wenn nur eine bestimmte Anzahl an Bewegungen monatlich stattfinden – alle weiteren Überweisungen, Lastschriften oder Abhebungen werden berechnet. Diese Gebühren sollten somit mitverglichen werden, damit es kein böses und teures Erwachen gibt. 

2. Versicherungen

Die beste Versicherung ist die, die man hat, aber nie aktiv benötigt. Diese Weisheit birgt Wahrheit, allerdings auch die größte Gefahr: Viele Menschen ziehen Versicherungsverträge stets mit ins neue Jahr, ohne sie zu kontrollieren oder einen Preisvergleich durchzuführen. Oft sind auch noch alte Verträge mit dabei, die nach heutiger Sicht unnötig sind, da die Inhalte schon von einer neuen Versicherung mit abgedeckt werden. Daher gilt: 

  • Jährlicher Check – jedes Jahr sollten einmal alle Versicherungsunterlagen geprüft werden. Hierbei werden sich nun auch die Vertragsdaten notiert, sodass ein etwaiger Kündigungstermin nicht mehr untergehen kann. Welche Versicherungen sind noch notwendig? Wie alt sind die Verträge?

  • Vergleich – nun kann jede noch benötigte Versicherung einem Vergleich mit aktuellen Konkurrenzprodukten unterzogen werden. Wichtig ist auch, auf die Inhalte zu schauen. Gerade in den Bereichen der Haftpflicht- und Hausratversicherungen haben sich die Werte geändert. Und: Niemals Zusatzversicherungen vergessen.

  • Wechsel – wer eine gute und günstigere – oder bessere – Alternative gefunden hat, der kann über die Wechselportale einen raschen Wechsel durchführen. Natürlich muss die alte Versicherung noch fristgemäß gekündigt werden. 

Wichtig ist, die Überversicherung zu verringern und allgemein darauf zu achten, dass nicht zwei sehr ähnliche Versicherungen gemeinsam gehalten werden. Das kann schnell bei den Unfall- und Berufsunfähigkeitsversicherungen geschehen, aber auch Zusatzversicherungen sind teilweise in das Leistungsspektrum der Krankenkassen übergegangen. 

3. Energie

Allgemein empfiehlt es sich auch bei Strom und Gas, jährlich einen Tarifcheck durchzuführen und zu schauen, ob es nicht woanders »günstigeren Strom« gibt. Dies gelingt durch: 

  • Bonuszahlungen – beim Tarifwechsel erhalten Kunden meist einen Bonus, der auf die monatlichen Abschläge angerechnet wird. Wichtig ist hier, dass der Vertrag schnell und nach einem Jahr gekündigt werden kann. Anderenfalls sind die Beiträge durch den Wegfall des Bonus höher.
  • Seriöser Anbieter – die Anbieter sollten immer geprüft werden. Dies gilt bei Ökostromanbietern, aber auch bei Stromanbietern, die recht unbekannt sind. Aus Sicherheitsgründen sollten die Jahresgebühren nie vollständig im Voraus gezahlt werden. 

Der Wechsel der Stromanbieter ist wirklich einfach und kann, insbesondere, wenn noch der Grundversorger genutzt wird, etliche hundert Euro im Jahr einsparen. Mittlerweile gibt es auch Wechselportale, die vom Kunden beauftragt werden können. Diese suchen, wenn gewünscht, jährlich automatisch den günstigsten Tarif. 

4. Kommunikation

Rund um Telefon, Internet und Smartphone kommen ebenfalls höhere Kosten zusammen. Die Einsparmöglichkeiten sind jedoch nicht ganz so einfach zu erzielen: 

  • Telefon/Internet – bei den Festnetzanschlüssen kommt es noch mit darauf an, ob und wie TV empfangen wird. Bei kombinierten Verträgen, die auch den TV-Empfang regeln, haben Verbraucher allgemein weniger Auswahl.
  • Smartphone – die Art des Vertrags entscheidet, ob und wann nach einem günstigeren Tarif geschaut werden kann. Wer noch das Gerät abbezahlt, der hängt in seinem Vertrag fest und kann erst zum Ende der Laufzeit überhaupt agieren.

Grundsätzlich zählen hier wieder die Laufzeiten. Im Kommunikationsbereich betragen sie meist 24 Monate, sodass oft abgewartet werden muss. Wer keine Mindestvertragslaufzeit hat, der kann natürlich stets wechseln. Es gibt aber noch einen weiteren Tipp: 

  • Rabatte – es kann sich lohnen, Handy- und Festnetzangebote bei einem einzelnen Anbieter zu haben, selbst wenn ein einzelner Vertrag etwas teurer werden. Bei mehreren Verträgen gibt es oft den Kombibonus, der bei jedem weiteren Vertrag eine gewisse Summe subtrahiert. Gerade bei Paaren oder Familien mit Kindern und somit mehreren Smartphones lohnt sich die Vorgehensweise. 

Fazit – sparen erfordert Aufwand, doch lohnt er sich

Wer an den laufenden Kosten sparen möchte, der muss sich zuerst dem Aufwand stellen. Zu Beginn steht immer die Überprüfung jeglicher Verträge und deren Vergleich mit aktuellen Angeboten. Wer allerdings den Aufwand betreibt, der spart am Ende regelmäßig. Es hilft übrigens, wirklich alle Vertragsdaten in einer Exceldatei oder auch im Haushaltsbuch einzutragen: So lässt sich fortan mit einem Blick erkennen, wann welche Verträge auslaufen und wann diese zu kündigen sind. Denn es ist besonders ärgerlich, wenn man feststellt, dass der teuerste Vertrag erst letzte Woche automatisch um ein Jahr verlängert wurde. 

© Schwäbische Post 26.06.2020 13:52
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