Wasser – Leitungen prüfen

Legionellen sind bei geringer Nutzung eine Gefahr in Wasserleitungen.
  • Nach der Rückkehr in ein länger nicht genutztes Haus sollte man erst einmal die Hähne aufdrehen. Foto: Marius Becker/dpa/

Mindestens 2 Liter sollte ein Erwachsener täglich trinken, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE). Hierfür eignet sich beispielsweise sehr gut Trinkwasser aus der Leitung, zu dem viele Experten raten. Doch für die Wasserqualität innerhalb des Gebäudes sind die Bewohner und Immobilienbesitzer verantwortlich.

Trinkwasser zählt hierzulande zu den am besten kontrolliertesten Lebensmitteln. Die über 6000 regionalen Wasserversorger überwachen täglich in mehreren Tests an verschiedenen Punkten der Lieferkette die Qualität. Sie gewährleisten die Reinheit von Leitungswasser, die im Übrigen in der Trinkwasserverordnung geregelt ist. Diese gesetzliche Regelung ist sehr streng und so ausgelegt, dass wir unser Trinkwasser ein Leben lang ohne Gefährdung der Gesundheit genießen können. Auch angesichts der aktuellen Pandemie gilt das Trinken von Leitungswasser als sicher. Das Umweltbundesamt merkt an: „Leitungswasser ist sehr gut gegen alle Viren geschützt, einschließlich des neuartigen Coronavirus, und kann bedenkenlos getrunken werden.“

steht das Wasser, breiten sich Legionellen aus

Doch so manche Zweitwohnung wird wegen der Corona-Pandemie derzeit nicht bewohnt. In den Wasserleitungen können sich daher gesundheitsgefährdende Legionellen vermehren. Daher gilt hier auch der Tipp, der für gewerbliche und öffentliche Einrichtungen gegeben wird: Bevor man das Wasser nutzt, muss erst einmal die stehende Restmenge aus den Leitungen entfernt werden.

Daher sollte man alle Leitungen für mindestens drei Minuten mit rund 60 Grad heißem Wasser durchspülen, erklärt der Immobilienverband Deutschland IVD.

Legionellen vermehren sich bei Temperaturen zwischen 25 und 55 Grad Celsius. Gerade in stehendem Wasser kann es zu einer erhöhten Konzentration der Bakterien kommen. In belasteten Anlagen können sich Menschen zum Beispiel beim Duschen durch Einatmen feinster Wassertröpfchen infizieren. Eine Folge kann eine schwere Lungenerkrankung mit grippeartigen Symptomen sein, die sogar tödlich verlaufen kann. djd/dpa

© Schwäbische Post 26.06.2020 16:16
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