In Fessenheim gehen die Lichter aus

Auch der zweite Reaktor in dem 42 Jahre alten Kraftwerk an der deutschen Grenze wird jetzt stillgelegt.
Das Bundesumweltministerium hat die anstehende Stilllegung des Kernkraftwerks im elsässischen Fessenheim begrüßt. Der Zenit der Atomkraft sei längst überschritten, sagte Umweltstaatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD). Die Abschaltung mache auch Deutschland und die Schweiz sicherer.

Schwarzelühr-Sutter lobte das Engagement der Menschen im Dreiländereck. Dies habe entscheidend zur Schließung des Atomkraftwerks beigetragen. Auch Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) sagte zur Abschaltung: „Das ist ein guter Tag für die Menschen in Südbaden und Baden-Württemberg. Es ist aber auch ein guter Tag für die Menschen im französischen Grenzgebiet. Die ganze Region wird sicherer.“ Baden-Württemberg habe sich seit Jahren dafür eingesetzt, dass Fessenheim vom Netz gehe.

Das Herunterfahren des zweiten Druckwasserreaktors in Fessenheim soll nach Angaben des Betreibers EDF am späten Montagabend beginnen. Der erste Reaktorblock des seit 1977 Strom produzierenden Kraftwerks am Rhein war bereits Ende Februar vom Netz genommen worden. Die Region soll nun zu einem grünen und grenzübergreifenden Vorzeigeprojekt werden. dpa
© Südwest Presse 29.06.2020 07:45
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