Lesermeinung

Zu den Plänen für eine Seilbahn von Ebnat noch Oberkochen:

Da fehlen mir die Worte. Bei dem Vorschlag der Grünen, eine Seilbahn von Ebnat über Unterkochen nach Oberkochen zu bauen, kann es sich ja wohl nur um einen verspäteten Aprilscherz handeln.

Das ist ja irre: Ausgerechnet die Grünen würden einen solch brutalen Eingriff in Natur absegnen, würden breite Trassen in den Wald schlagen lassen, nur um mit Unsummen von Steuergeldern eine unsinnige Seilbahn zu bauen, über die dann sicher irgendwann der Bundesrechnungshof berichten würde.

Ob dieses Gesinnungswandels der allzeit bekennenden Retter von Fledermaus, Juchtenkäfer & Co. frage ich mich, wessen Geistes Kind die Grünen sind. Denn Lippenbekenntnisse allein bringen Natur und Umwelt nichts.

Äußerst interessieren würde mich hierzu eine Stellungnahme von Forst BW. Wenn die Landesforstverwaltung schon den Bau eines Aussichtsstegs am Braunenberg mit einem vergleichsweise minimalen Eingriff in die Natur kategorisch abgelehnt. Wie würde sie dann über eine mehrere Kilometer lange Seilbahntrasse quer durch ein Waldgebiet entscheiden? Auf diese Antwort wäre ich sehr gespannt.

© Schwäbische Post 29.06.2020 21:34
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Kommentare

Josef Bess

Endlich mal einer der die Sache beim Namen nennt , ganz meiner Meinung , hätte da noch einen

Vorschlag , wir bauen Talwärts eine Rutschbahn ganz ohne Energiekosten runter , rauf entweder

zu Fuß , oder über die Schätteretrasse mit dem Fahrrad , ganz im Sinne der Grünen .

Raúl Ceferino Grupp

Mich würde Ihre Alternative interssieren.

Der Weg der aktuell immer gewählt wird ist der Weg vom ausbauen und neubauen von Straßen und dies ist nicht der Weg der Zukunft und auch nicht mehr der Weg von heute. Zu Problemen wie zu viel Verkehr gibt es wenig Lösungen, die nicht Umwelt und Bevölkerung belasten würden.

Eine Seilbahn spart uns eine neue Straße und spart Automobilverkehr ein, was weniger geroderter Wald und weniger Emission bedeuten würde. Es ist Zeit umzudenken und auch die Ingenieurgesselschaft der Deutschen Bundesrepublik zieht Seilbahn als Lösung der moderen in Erwägung.

In my humble opinion

Raúl Ceferino Grupp schrieb am 02.07.2020 um 23:33

Mich würde Ihre Alternative interssieren.

100 Jahre alte deutsche Ingenieurskunst:

Die Wuppertaler Schwebebahn ...

Allerdings scheint man früher mehr von der Technik verstanden zu haben als heute, wenn man die neuesten Nachrichten darüber liest.

Ebnater

Raúl Ceferino Grupp schrieb am 02.07.2020 um 23:33

Mich würde Ihre Alternative interssieren.

...

Eine Seilbahn spart uns eine neue Straße und spart Automobilverkehr ein, was weniger geroderter Wald und weniger Emission bedeuten würde....

Mich würde die Finanzierung interessieren! Wenn man sich mal die Mühe macht und die Investitions- und laufenden Kosten (bzw. deren Schätzungen) von bestehenden Seilbahnen und realisierten und nicht realisierten Projekten zusammenträgt, dann kommt man hier auf Investitionen von 50-150 Millionen Euro und jährlichen Betriebskosten von 5-10 Millionen Euro.  

Wenn man wirklich soviel Geld hätte, könnte man einen kostenlosen 5-10-Minuten-Takt Waldhausen - Ebnat - Unterkochen - Oberkochen anbieten. Mit einem technologischen Ausbau der Ebnater Steige (KEINE zusätzlichen Fahrbahnen), aber z.B. Vorrangschaltungen für E-Mobile und Busse, Taktung für die anderen Fahrzeuge, Schaffung und Ausbau sinnvoller Radwege,... ließe sich damit viel Verkehr von der Straße holen.

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