Querpass

Quoten-Kracher in Krasnodar

  • zur Attraktivität der Europa League in der neuen Saison Roland Müller Foto: Volker Könneke
Die Europa League ist ja eh schon ein Wettbewerb, der die Fußballwelt nicht gerade in Ekstase versetzt. Stippvisiten in Krasnodar (Russland) oder bei Qaraba? A?dam (Aserbaidschan) lassen niemand mit der Zunge schnalzen – von den treuen Anhängern der Frankfurter Eintracht mal abgesehen, die noch den trostlosesten Vorrunden-Kick als Fußballfest zelebrieren.

Doch mit den Hessen kann man in der kommenden Europapokal-Saison bekanntlich nicht rechnen. Wir wissen nicht genau, wie viele Millionen die aktuellen Rechte-Inhaber RTL und DAZN für die Euro-League hingeblättert haben. Doch die Spielzeit 20/21 dürfte zum Heulen und Zähneklappern Anlass bieten. Denn qualifiziert sind Leverkusen, Wolfsburg und Hoffenheim – drei Vertreter der Kategorie Werks- und Investoren-Clubs ohne große Fanbasis. Schlimmeres Quoten-Gift hätte den TV-Machern da nicht in die Hände fallen können. Die Millionenschar, die donnerstagsabends gebannt im Hoffenheim-Schal vor der Glotze hängt, muss erst noch geboren werden.

Wenigstens ist bisher noch gar nicht so richtig klar, wann und wie die nächste Europa-League-Saison überhaupt über die Bühne geht. Die Corona-Krise wirbelt die Spielpläne durcheinander. Und vielleicht kommt ja jemand bei der Uefa auf die Idee, das langgezogene Geplänkel aus Gruppenphase und Zwischenrunde per Schnick-Schnack-Schnuck auszutragen. Stefan Raab könnte da ein Event draus machen – ab Achtelfinale guckt dann die Fußballwelt wieder zu.
© Südwest Presse 30.06.2020 07:45
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