Gefühlskalt bei Kälte

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Wie mit Hass im Netz umgehen? Darüber zerbrechen sich Politiker schon seit vielen Jahren den Kopf. Eine gute Lösung haben sie bisher noch nicht gefunden. Stattdessen machen es sich immer mehr Menschen zum Sport, in Netzwerken herumzuplärren. Dabei ist die Lösung so einfach. Forscher stellten fest: Wenn es draußen kalt ist, also um die 15 Grad, wüten die Menschen häufiger im Netz, als wenn es warm ist. Geringstes Risiko, sich einen Hasskommentar abzuholen oder einen zu verfassen, liegt zwischen 25 und 30 Grad.

Wenn es also die Politik schaffen könnte, die Temperaturen konstant zwischen 25 und 30 Grad zu halten, gäbe es weniger Hass im Netz. Damit gäbe es weniger Anzeigen, die Polizei und Gerichte hätten weniger zu tun, und die Menschen wären fröhlicher.

Nur wie? Sollte man etwa im Winter überall Heizstrahler aufstellen? Sollte die Bevölkerung dazu verpflichtet werden, dicke Daunenjacken zu tragen? Und wenn es besonders heißt ist: Sollten die Menschen einen Ventilator mit sich herumschleppen?

Möglich. Ein Problem gibt es dabei aber doch: Die Forscher stellten auch fest, warum die Menschen bei Kälte gefühlskalt im Netz sind. Bei um die 15 Grad bleiben sie eher daheim. Ist es jedoch warm, gehen sie raus, treffen sich mit Freunden – und trinken Alkohol. Das bedeutet weniger Hass im Netz, dafür mehr Hass im echten Leben, nämlich in Form von Schlägereien. Dorothee Torebko
© Südwest Presse 03.07.2020 07:45
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