Warum Max Reeb sich dem NS-Regime widersetzte

Der Widerständler Maximilian Josef Reeb wird am 31. Dezember 1892 in Neunheim geboren. An den Kunstgewerbeschulen in Düsseldorf und Stuttgart studiert er das Fach „Malerei für kirchliche Kunst“ und wird Kunst- und Kirchenmaler in Ellwangen. Mit seiner Frau und den drei Kindern lebt er im eigenen Einfamilienhaus im Cäsar-Flaischlen-Weg. Reeb übt seinen Beruf in seiner eigenen „Werkstatt für gediegene Malerei“ aus. Er ist bekennender Katholik, Mitglied der Zentrumspartei und engagierter Kolpingbruder.
Genau das macht ihn jedoch zur Zielscheibe der NSDAP. Insbesondere Kreisleiter Adolf Koelle hat es auf ihn abgesehen. Reeb verweigert den Hitlergruß. Unter anderem werden ihm zudem „abfällige Äußerungen gegen das Naziregime“ vorgeworfen. Mehrfach wird er von der Gestapo verwarnt und 1934 auf Betreiben Koelles erstmals verhaftet. Weitere Verhaftungen folgen. Er wird in mehreren Konzentrationslagern festgehalten und letztendlich in das KZ Dachau deportiert. Dort erleidet er Hunger und Misshandlungen. Am 9. September 1940 stirbt er – offiziell an Lungenentzündung und Herzlähmung.
Ende Oktober 1940 wird die Urne mit Max Reebs Asche auf dem Friedhof in Ellwangen beigesetzt. rr

© Schwäbische Post 03.07.2020 19:59
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