Querpass

Bei den Eisbären ist der Bären los

  • über kuriose Namen beim Nachwuchs der Sportler Laura Liboschik Foto: Laura Liboschik
Aus Angst vor dem Mainstream wird die Namenswahl für die Kleinen immer wilder. Mit den beliebtesten deutschen Namen wie Ben oder Emma würden es prominente Eltern schließlich nicht in die Medien schaffen. Möglichst kurios oder mysteriös muss er sein. Romantiker – oder Vergessliche – nehmen den Namen des Ortes, an dem das Baby gezeugt wurde. Mario Götzes Sohn heißt Rome, der von David Beckham Brooklyn...

Jetzt haben die Eisbären in Berlin ein Ehrenmitglied bekommen. „Bären“ heißt der Sohn des Eishockey-Profis Pierre-Cedric Labrie. Der Kleine sei zwar nicht in Berlin geboren, aber in der Stadt mit dem Bären-Wappen gezeugt worden. Bisher nennt der Kanadier seinen Nachwuchs „little bear“. Auch der kanadischen Verwandtschaft dürfte das leichter über die Lippen gehen als „Bären“ – wegen des Umlauts. Vielleicht wird er später ja einfach zum „big bear“.

Übrigens wird in Deutschland nicht jede kreative Namensidee einfach durchgewunken. Vier Hauptkriterien müssen erfüllt sein: Das Kindeswohl, ein eindeutiges Geschlecht, eine Klassifizierung zum Vornamen und eine Quelle, die bereits die Verwendung des Namens in der Vergangenheit belegt. „Borussia“ wurde schon einmal abgelehnt, weil der Name von allen Befragten mit den gleichnamigen Sportvereinen in Verbindung gebracht wurde. Beim „Bären“ war das für das Standesamt wohl kein Problem. Vielleicht liegt es ja am Plural.
© Südwest Presse 07.07.2020 07:45
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