Venedig testet Flutschutz

Anlage aus Barrieren soll in der Stadt Überschwemmungen verhindern. Doch das Projekt ist umstritten.
Erstmals hat Venedig eine umstrittene Flutschutzanlage umfassend getestet. Dabei wurden am Freitag alle Barrieren des Hochwasserschutzprojekts „Mose“ ausgefahren, die die Lagunenstadt künftig vor verheerenden Überschwemmungen schützen sollen. Fälle von Korruption und Kriminalität hätten in der Vergangenheit das Projekt überschattet, sagte Regierungschef Giuseppe Conte in Venedig, als er den Test eröffnete. „Lasst uns alle auf das Ziel konzentrieren: Wir sollten alle hoffen, dass es funktioniert.“

„Mose“ ist seit Jahrzehnten in Planung, vor 17 Jahren erfolgte der erste Spatenstich. Bürokratie, Korruptionsskandale und unterschiedliche politische und wirtschaftliche Interessen hatten das Mammut-Projekt immer wieder verzögert. Es soll nun Ende 2021 endgültig fertig werden und rund sechs Milliarden Euro kosten. Aber schon im kommenden Herbst sollte es helfen, das Hochwasser zurückzuhalten, sagte Conte. Venedig wird vor allem in den Herbst- und Wintermonaten immer wieder von Hochwasser überflutet. Vergangenes Jahr im November hatte eine Rekordflut verheerende Schäden angerichtet und den Tourismus zum Erliegen gebracht. dpa
© Südwest Presse 11.07.2020 07:45
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