Nächste Hürde Lionel Messi?

Auf dem Weg zum Triple könnte der FC Bayern München im Viertelfinale auf den FC Barcelona treffen. RB Leipzig muss gegen Atletico Madrid ran.
  • Nach dem 3:0 beim FC Chelsea können David Alaba (oben) und seine Münchner Mitspieler fest mit dem Champions-League-Viertelfinale gegen den FC Barcelona oder den SSC Neapel rechnen. Foto: Eibner
Kein Spaziergang zum Triple für den FC Bayern, unbequemes Los für RB Leipzig: Die beiden verbliebenen deutschen Vertreter stehen im Geister-Turnier der Champions League vor kniffligen Aufgaben. Die Sachsen bekommen es im Viertelfinale (12. bis 15. August) in Lissabon mit Atletico Madrid zu tun, die Münchner würden gegen den FC Barcelona um Superstar Lionel Messi oder den SSC Neapel um das Halbfinale kämpfen.

Voraussetzung dafür ist, dass die Bayern wie erwartet das Achtelfinal-Rückspiel am 8. August in der Allianz Arena gegen den FC Chelsea (Hinspiel 3:0) überstehen. Gelingt dies und werden nach dem Umzug in die portugiesische Hauptstadt auch Barca oder Napoli bezwungen, würde auf die Bayern im Halbfinale (18./19. August) der Sieger aus dem Achtelfinale Manchester City – Real Madrid oder der Gewinner aus Juventus Turin – Olympique Lyon warten.

Thomas Müller: Ungelegte Eier

Erst einmal gelte die Konzentration dem Chelsea-Spiel, lautet der Tenor in München. „Noch sind wir nicht in Lissabon, noch treffen wir nicht auf Neapel oder Barcelona. Das Kommentieren ungelegter Eier überlasse ich daher lieber anderen“, sagte Offensiv-Star Thomas Müller. Auch Karl-Heinz Rummenigge warnte vor Übermut. „Mir ist nach dem Double-Gewinn in der Öffentlichkeit schon wieder zu viel Euphorie im Spiel“, sagte der Vorstandsboss. „Jetzt liegt der Fokus auf Chelsea, dann sehen wir weiter.“

Ein deutsches Duell mit Leipzig könnte es erst im Endspiel am 23. August geben. Sollte RB Atletico bezwingen, müsste das Team von Trainer Julian Nagelsmann in der Vorschlussrunde gegen den Sieger aus dem Viertelfinale Atalanta Bergamo – Paris St. Germain antreten. Alle Spiele in Lissabon werden in nur einer Partie ohne Rückspiel entschieden.

RB war zufrieden. „Unser Ziel ist es, Atletico zu schlagen. Es sind nur zwei Spiele bis zum Finale“, sagte Sportdirektor Markus Krösche. Die Pressingmaschine Atletico ist sicher ein anspruchsvolles Los, aber auch ohne den zu Chelsea abgewanderten Timo Werner eine machbare Aufgabe. „Wir werden Lösungen finden“, sagte Krösche bei Sky Sport News HD, nachdem sein Team vor dem Corona-Lockdown bereits Tottenham Hotspur im Achtelfinale rausgeworfen hatte.

Bei der Ziehung in Nyon konnten nur zwei Viertelfinals definitiv festgelegt werden. Die übrigen Paarungen hängen vom Ausgang der verbleibenden Achtelfinal-Rückspiele ab. Neben den klar vorn liegenden Bayern geht Manchester City mit einem 2:1-Polster ins zweite Duell mit Real, Barca mit einem 1:1 gegen Neapel, Juve hofft gegen Olympique Lyon (0:1) auf Cristiano Ronaldo. dpa
© Südwest Presse 11.07.2020 07:45
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