Lesermeinung

Zu den Bauplänen am Salvator in Schwäbisch Gmünd:

„Modepark“, „Mörikepark“, „Gleispark“ – alle drei vom ursprünglichen Wortsinn „Park“ weit entfernt. „Treppengarten“, „Wohngärten“ – versiegelte Steinflächen und große Wohnblocks sind keine Gärten. Ein Investor nennt sich selber „Visionär“. Ich denke, dass ein Investor Geld investiert, um es zu vermehren, das bedeutet, dass vom großen Kuchen immer weitere Stücke in seiner Tasche verschwinden, also für den Rest der Bevölkerung immer weniger bleibt. „Die Schere geht auseinander“ – und um das nicht so offensichtlich voranzutreiben, werden wohlklingende, direkt poetische Wortschöpfungen und ein soziales Mäntelchen bemüht. Wer das Geld hat, hat die Macht. Auch die uneingeschränkte Macht unsere Stadt nach und nach zu verunstalten?

Die schönsten Plätze und Hänge, die „Filetstückchen der Stadt Schwäbisch Gmünd“, dürfen nicht weiter dem Profit einiger weniger geopfert werden – diese Gewinne sind selten Gewinne für die Mehrheit der Einwohner, auch nicht für die Umwelt und somit auch nicht für kommende Generationen, die einen Anspruch auf unseren fürsorglichen und vorsorglichen Umgang mit diesem Planeten haben. Wir hoffen auf kluge Entscheidungen unseres Gmünder Stadtrats!

© Schwäbische Post 13.07.2020 20:04
1443 Leser
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Kommentare

Harald Seiz

"Ein Investor nennt sich selber „Visionär“"

Wer mehr über den Herrn "Visionär" - alias Gerald Feig -  erfahren möchte, der sollte einmal nach den Begriffen

Flexfonds Betrug Staatsanwaltschaft

googeln.

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