Jeder Vierte unter 12 Euro

Niedrige Beträge sorgen für neue Diskussion über den Mindestlohn.
Wenn morgen der Mindestlohn auf 12 Euro pro Stunde erhöht würde, bekäme jeder vierte Arbeitnehmer mehr Geld. In Ostdeutschland wäre es sogar mehr als jeder dritte. Im Schnitt lagen die Stundenlöhne im April 2018 in Westdeutschland einschließlich Berlin bei 19,84 Euro, im Osten bei 16,27 Euro. Das zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamts für die Linken-Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann. „Viel zu viele Beschäftigte werden mit niedrigen Löhnen abgespeist.“ Sie beklagte, dass der Mindestlohn von aktuell 9,35 Euro bis Mitte 2022 nur auf 10,45 Euro erhöht werden soll.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will im Herbst Vorschläge machen, wie der Mindestlohn schneller steigen soll. Er möchte nicht nur die Entwicklung der Tariflöhne zugrundelegen. Allerdings ist fraglich, ob die Union eine Änderung mittragen würde. dik/dpa
© Südwest Presse 24.07.2020 07:45
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