Wann soll ich nur versenden? Tipps für Versandzeiten von Newslettern

Newsletter-Marketing ist nach wie vor eine erfolgreiche Disziplin des Direktmarketings. Es kann dazu genutzt werden, um Kundenbeziehungen zu stärken, Informationen zu verbreiten und für Produkte zu werben. Wählt man jedoch einen unpassenden Versandzeitpunkt, kann es passieren, dass selbst der beste Text ungelesen im Papierkorb landet. Dieser Artikel erklärt, wie Sie den richtigen Zeitpunkt finden, damit Ihr Newsletter beim Empfänger Beachtung findet.

Der richtige Zeitpunkt hängt immer von der Zielgruppe ab

Wenn junge Unternehmen Kunden an sich binden wollen, steht am Anfang eine ausführliche Zielgruppenanalyse. Bevor Sie überhaupt mit dem Schreiben Ihres Newsletters beginnen, sollte klar sein, wer Ihre Kunden sind und was Sie bei ihnen erreichen möchten. Was tun, nachdem Sie sich alle Tipps zum Erstellen eines Newsletters durchgelesen, einen informativen und schnittigen Text geschrieben und eine prägnante Betreffzeile getextet haben? Jetzt gilt es herauszufinden, wann Ihre Zielgruppe die E-Mail am ehesten lesen wird. Junge, alleinerziehende Mütter sind zu anderen Zeiten aufnahmefähig als Rentner oder Studenten. Indem Sie Lebensweise, Beschäftigungsverhältnisse, geografische Aufenthaltsorte, Alter und Geschlecht Ihrer Kunden kennen, können Sie einschätzen, wann diese wahrscheinlich online sind. 

B2B- und B2C-Kunden

Bezüglich der Versandzeit ist es sinnvoll, zunächst zwischen Businesskunden und Endverbrauchern zu unterscheiden. „Business to Business“-Kunden (B2B) öffnen beispielsweise ihre E-Mails vorwiegend während der Arbeitszeit. Der perfekte Versandzeitpunkt liegt also etwa zwischen 9 und 18 Uhr werktags. Montage und Freitage eignen sich jedoch weniger gut als Versandtage. Das hat den Grund, dass sich am Wochenende häufig diverse Nachrichten ansammeln und Ihr Newsletter somit montags in der Flut anderer E-Mails leicht untergehen kann. Am Freitag sind Mitarbeiter häufig nur den halben Tag im Büro und gedanklich bereits mit dem Wochenende beschäftigt. Die besten Versandtage sind daher Dienstag, Mittwoch und Donnerstag, am besten kurz nach der Mittagspause. Zu dieser Zeit haben viele Arbeitnehmer nämlich bereits die wichtigsten Tagesaufgaben abgearbeitet und die nötige Freiheit im Kopf, um Ihre E-Mail in Ruhe zu lesen.

„Business to Consumer“-Kunden (B2C) sind im Gegensatz dazu prinzipiell an jedem Wochentag erreichbar. Gute Öffnungsraten erzielen Sie bei einem Versand früh am Morgen, wenn viele Menschen auf dem Weg zur Arbeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, und nach Feierabend. Auch das Wochenende bietet sich natürlich an. Sonntag ist beispielsweise der Tag, an dem Onlineshops am besten besucht sind.

Den perfekten Zeitpunkt gibt es nicht

Neben den oben aufgeführten Aspekten gibt es noch viele andere, die die Öffnungsrate ihrer Newsletter beeinflussen. So beispielsweise das Wetter: An sonnigen Sommertagen werden deutlich weniger Menschen online sein als an dunklen Wintertagen oder bei Regen. Vieles ist auch nicht vorhersehbar. Um herauszufinden, welcher Zeitpunkt gute Öffnungsraten bei Ihrer Zielgruppe erzielt, können Sie verschiedene Zeiten mit einem A/B-Test ausprobieren. Das bedeutet, dass Sie Ihre Empfängerlisten in verschiedene Gruppen teilen und jeder Gruppe den Newsletter an anderen Tagen und zu verschiedenen Zeiten schicken. Die Ergebnisse evaluieren Sie sorgfältig und tasten sich so Stück für Stück vor. Auf diesem Weg können Sie die bestmöglichen Zeitpunkte für den Versand Ihrer Newsletter ermitteln.

Bildquelle: https://pixabay.com/

© Schwäbische Post 24.07.2020 15:52
2190 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.

Anmeldung zum E-Mail-Newsletter aus der Redaktion

Die wichtigsten und interessantesten Meldungen des aktuellen Tages aus der Redaktion direkt in Ihr E-Mail-Postfach – täglich und kostenlos jeden Abend.

Jetzt kostenlos anmelden

Aktuelle Meldungen direkt auf Ihr Handy