Sorgen um Weltmeister Pavard

Im Münchner Schmuddelwetter läuten die Bayern ihre Vorbereitung auf den Champions-League-Höhepunkt im August ein. Erstmals laufen alle Stars inklusive eines Luxus-Neuzugangs gemeinsam auf.
  • Der FC Bayern München bereitet sich seit Sonntag auf das Achtelfinale der Champions league vor. Foto: Peter Kneffel/dpa
  • Hat sich im Training verletzt: Bayern-Verteidiger Benjamin Pavard. Foto: Foto Christof Stache/afp
  • Trainingsauftakt beim FC Bayern München hinter verschlossenen Türen. Foto: Peter Kneffel/dpa
  • Die Spieler des FC Bayern München haben am Sonntag nach ihrem Urlaub gemeinsam das Training aufgenommen. Die Öffentlichkeit war nicht zugelassen. Foto: Peter Kneffel/dpa
Mit einer langen Ansprache hat Trainer Hansi Flick seine Stars auf einen einmaligen August eingeschworen – dann ging es im ersten Teamtraining gleich zur Sache. Nach knapp einer Woche Einzel- und Kleingruppeneinheiten bereitete sich der Fußball-Rekordmeister am Sonntag erstmals in kompletter Kaderstärke auf die kommenden Aufgaben in der Champions League vor.

Gleich 31 Spieler begrüßte FCB-Coach Flick am Sonntagvormittag bei regnerischem Schmuddelwetter an der Säbener Straße. Darunter die zuletzt noch angeschlagenen Niklas Süle und Philippe Coutinho sowie Edel-Neuzugang Leroy Sané, der erstmals nach seinem Wechsel von Manchester City alle neuen Kollegen auf dem Platz traf.

Für einen Stammspieler endete der Tag indes vorzeitig. Weltmeister Benjamin Pavard brach ein Trainingsspiel ab, wie im Live-Stream zu sehen war. Der französische Rechtsverteidiger wurde am Knöchel behandelt und mit einem Golf-Kart vom Platz gefahren. Über eine Verletzung wurde zunächst nichts bekannt. Die Münchner hielten das Training großteils hinter einer Sichtschutzplane ab und übertrugen die Einheit über ihre vereinseigenen Online-Kanäle für die Fans. Ob und wie lange Benjamin Pavard nun ausfallen wird, blieb am Sonntag unklar. „Wir wissen noch nicht genau, wie die Diagnose ist, wie lange er ausfallen oder ob er ausfallen wird“, sagte Bayern-Trainer Hansi Flick nach der ersten Trainingseinheit an der Säbener Straße.

Asien-Reise abgesagt

Eigentlich stand für den Bundesliga-Serienchampion in diesem Sommer eine Marketingreise nach Asien auf dem Programm – die Corona-Krise und die Verlegung der Champions League in den August hinein aber warfen die Planungen der Münchner völlig über den Haufen. Mit Aktivitäten in den sozialen Netzwerken will der Verein seine Fans dennoch unterhalten.

Der Fokus der Münchner liegt zunächst auf dem Rückspiel der Champions League gegen den FC Chelsea, nach einem 3:0 im Hinspiel stehen die Chancen bestens auf den Einzug in das Final-Turnier in Portugal. Als Test steht am Freitag eine Partie gegen den französischen Spitzenklub Olympique Marseille an. „Die Mannschaft und das Trainerteam werden sehr konzentriert und mit hoher Qualität arbeiten, um in diesem Spiel an die Leistungen aus der Bundesliga und dem Pokalfinale anzuknüpfen“, kündigte Flick an.

Die Bayern hatten die Vorbereitung nach einem knapp zweiwöchigen Urlaub zunächst mit Einzeltraining zuhause und dann in Kleingruppen aufgenommen. Am Sonntag verzögerte sich der Start des ersten Mannschaftstrainings um 20 Minuten, weil Flick noch mit seinen Schützlingen sprach. Auf dem Platz wurden die Feldspieler, die auch von Nachwuchskickern ergänzt wurden, in drei Gruppen aufgeteilt. Von den Leistungsträgern waren alle dabei, auch der abwanderungswillige Mittelfeldspieler Thiago und Verteidiger David Alaba, dessen Verbleib beim deutschen Rekordmeister ebenfalls nicht gesichert ist. Die vier Torhüter des Teams trainierten zunächst separat.

Laut „Bild am Sonntag“ würden die Münchner direkt nach dem Achtelfinale-Spiel gegen Chelsea London an die Algarve fliegen, um im Süden Portugals womöglich ein kurzes Trainingslager abzuhalten. Nach diesem Trainingslager ginge es nach Lissabon, kündigte der Bayern-Trainer an. Als langjähriger Assistent von Bundestrainer Joachim Löw kennt Flick solche Situationen wie nun in Portugal, die vergleichbar sind mit Turnieren wie der EM oder WM.

Einen großen Vorteil sieht Flick selbst deshalb aber nicht. „Gerade in der Champions League gibt es fast nur Spieler, die große Turniere mitgemacht haben. Da hat jeder Verein genügend Erfahrung in den Reihen, wie man so ein Turnier bestreitet.“ (siehe Info-Kasten). dpa/mut
© Südwest Presse 27.07.2020 07:45
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