VfB Stuttgart Trainingsstart

Bescheidene Töne zum Start: Ziel heißt Klassenerhalt

Der Bundesliga-Aufsteiger legt mit 29 Spielern los – darunter „eine absolute Rakete“ und ein abwanderungswilliger Angreifer.
  • Erstes Mannschaftstraining des VfB Stuttgart in der neuen Saison. Angreifer Stuttgarts Nicolas Gonzalez (Zweiter von rechts) will denn Klub verlassen. Ob er tatsächlich geht, ist offen. Foto: Tom Weller/dpa Foto: Tom Weller/dpa
  • Angeführt vom neuen Athletiktrainer Oliver Bartlett (rechts) drehen die Profis des VfB Stuttgart ihre Aufwärmrunden. Foto: Tom Weller/dpa
  • Erstes Mannschaftstraining des VfB Stuttgart in der neuen Saison. Mit dabei war auch Neuzugang Waldemar Anton von Hannover 96. Foto: Tom Weller/dpa
  • Trainingsauftakt beim VfB Stuttgart. In der Mitte: Trainer Pellegrino Matarazzo. Foto: Tom Weller/dpa Foto: Tom Weller/dpa
Aufwärmen, einige Stabilisations- und Pass-Übungen, kleine Spielformen. Das war's auch schon. Bundesliga-Aufsteiger VfB Stuttgart hat am Montagnachmittag mit der Vorbereitung auf die neue Saison begonnen. 29 Spieler tummelten sich im Robert-Schlienz-Stadion, gleich neben der VfB-Geschäftsstelle an der Mercedes-Straße. Darunter waren auch die beiden Neuzugänge, die Innenverteidiger Waldemar Anton (Hannover 96) und der von Arsenal London ausgeliehene Konstantinos Mavropanos. Erik Tommy, zuletzt an Fortuna Düsseldorf ausgeliehen, machte ebenfalls mit bei der Übungseinheit. Innenverteidiger Marc Oliver Kempf fehlte nach seiner Schulter-OP ebenso wie Abwehrspieler Maxime Awoudja.

Der VfB übertrug das erste Training live auf Facebook. Zuschauer waren aus Sicherheitsgründen nicht zugelassen. Knapp sieben Wochen hat Cheftrainer Pellegrino Matarazzo Zeit, sein Team fit für die Rückkehr ins Oberhaus zu machen. Die neue Saison beginnt am Wochenende 18. und 19. September. Eine Woche zuvor bestreitet der VfB sein Erstrunden-Spiel im DFB-Pokal. Der Gegner steht noch nicht fest. Das sind die ersten Erkenntnisse:



Vorbereitung Die Vorbereitung findet diesmal fast ausschließlich auf dem Trainingsgelände rund ums Klubheim statt. Ausnahme: Für eine Woche geht es ins Trainingslager. Fast jeden Tag stehen zwei Einheiten auf dem Programm. Zuschauer dürfen in Zeiten der Corona-Pandemie nicht dabei sein.



Trainingslager Der VfB wird nach Kitzbühel reißen. Vom 22. bis 29. August trainieren die Stuttgarter in Tirol. Ein gutes Omen? Auch im vergangenen Jahr weilte der VfB in Kitzbühel. Am Ende der Saison stieg der Klub auf.



Trainerteam Mit auf dem Platz war am Montag auch das neu formierte Trainerteam um Chef- und Aufstiegscoach Pellegrino Matarazzo. Die Trainer haben ihren Dienst bereits vor einer Woche aufgenommen, Absprachen getroffen, Aufgaben verteilt. Der VfB hat sich, wie berichtet, von seinem Co-Trainer Rainer Widmayer getrennt. Auf Widmayer ist Peter Perchtold gefolgt. Der 35-Jährige soll sich um die individuelle Förderung der jungen Spieler kümmern. Ein weiterer Co-Trainer ist Michael Kammermeyer. Der 34-Jährige ist zuständig für den Analysebereich. Zum Team gehört fortan zudem der ehemalige Fitnesscoach der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, Oliver Bartlett.

Psychologe Dino Poimann ergänzt das Betreuerteam. Der 31-Jährige kommt von RB Salzburg und wird neben seiner Arbeit für die Stuttgarter weiter für die deutsche U-19-Nationalmannschaft arbeiten. „Von ihm sind wir 100-prozentig überzeugt. Wir wollten ihn und keinen anderen“, sagte ein sichtlich zufriedener VfB-Sportdirektor Sven Mislintat.



Team Der Kader hat sich im Vergleich zur Zweitliga-Saison nicht wesentlich geändert. Außenverteidiger Pascal Stenzel, Mittelfeldspieler Wataru Endo und Keeper Gregor Kobel waren bislang nur ausgeliehen. Nun sind sie fest verpflichtet. „Mit Konstantinos Mavropanos und Waldemar Anton haben wir unsere Wunsch-Innenverteidiger bekommen“, sagte Mislintat: „Wir sind glücklich mit dem, was wir bislang auf den Platz bekommen haben.“ Mavropanos sei ein kraftvoller und vor allem sehr schneller Spieler. „Eine absolute Rakete“, befand Mislintat.

Unklar ist, ob Nicolas Gonzalez beim Saisonstart das Trikot mit dem Brustring tragen wird. Der 22-jährige Stürmer will den VfB verlassen. Wenn ein Interessent viel Geld biete, würde der VfB den Argentinier wohl ziehen lassen, sagte Mislintat bei Sport1.



Zielsetzung Keine Frage: Der VfB hat als Traditionsverein nach wie vor einen großen Namen, will als Aufsteiger aber keine großen Töne spucken. Ziel sind 40 Punkte und der Klassenerhalt, wie der Sportdirektor betonte.
© Südwest Presse 04.08.2020 07:45
200 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.

Anmeldung zum E-Mail-Newsletter aus der Redaktion

Die wichtigsten und interessantesten Meldungen des aktuellen Tages aus der Redaktion direkt in Ihr E-Mail-Postfach – täglich und kostenlos jeden Abend.

Jetzt kostenlos anmelden

Aktuelle Meldungen direkt auf Ihr Handy