Querpass

Hagi schmeißt Hagi raus

  • über eine besondere Personalie in Rumänien Carsten Muth Foto: Volkmar Könneke
Gheorghe Hagi war ein hervorragender Fußballer. Ein Spieler, dem es an Selbstbewusstsein nicht mangelte, der sich gerne mal seine Freiheiten herausnahm. Selbst als er in den 90er Jahren bei Real Madrid oder dem FC Barcelona unter Vertrag stand. Der Rumäne war eine klassische Nummer zehn, ein Spielmacher alter Schule, der andere für sich arbeiten ließ, seinen Teams jedoch immer wieder mit Geniestreichen half. Er habe schon mit drei Jahren (!) gewusst, mit dem Ball mehr anfangen zu können als andere, sagte Hagi einmal. Spieler seines Niveaus müssten auch mal „aus dem System ausbrechen und das Risiko eingehen, etwas Unerwartetes zu tun“.

Nun, noch heute ist die Fußball-Ikone für Überraschungen gut. Hat doch Gheorghe Hagi am Wochenende sich selbst entlassen – genauer gesagt, der Klubbesitzer Gheorghe Hagi hat den Trainer Gheorghe Hagi von seinen Aufgaben entbunden. Das verkündete der inzwischen 55-Jährige bei seinem Verein Viitorul Constanta. Als Grund nannte er die „schwachen sportlichen Ergebnisse“ des rumänischen Erstligisten.

Seit 2014 war der 124-malige Nationalspieler Coach von Viitorul. Hagi will sich nun auf die Suche nach einem neuen Trainer machen, verkündete er auf der Homepage des Klubs. Überraschungen sind dabei nicht ausgeschlossen.
© Südwest Presse 04.08.2020 07:45
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