Messwerte in Stauseen erhöht

Fischbachsee Laut Landratsamt muss dort nicht eingegriffen werden. Kressbachsee vorerst bis Samstag geschlossen.

Ellwangen. Neben dem Kressbachsee sind am Mittwoch auch im Fischbachsee erhöhte Messwerte im Wasser nachgewiesen worden. Das teilt die Sprecherin des Landratsamts Ostalb, Susanne Dietterle, auf Nachfrage mit. Der Kressbachsee wurde umgehend noch am Mittwochmittag geschlossen. Der Fischbachsee hingegen nicht. „Weitere Maßnahmen sind hier vorerst nicht notwendig“, so Dietterle.

Im Kressbachsee wurden Escherichia Coli und Enterokokken im Wasser nachgewiesen. Beide Keime verursachen Magen-Darm-Infektionen. Die Nachprobe der Seen wurde bereits am Mittwoch an ein Labor versandt. „Da die Proben im Labor bebrütet werden müssen, erhalten wir die Ergebnisse voraussichtlich am Samstag“, so Dietterle weiter. Am vergangenen Montag seien alle Badeseen im Ostalbkreis beprobt worden. Diese Proben waren laut der Sprecherin des Landratsamts nicht zu beanstanden.

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© Schwäbische Post 06.08.2020 20:51
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Reiner

Interessant wäre was die Ursache für die Keimbelastung ist. Wäre dann ein Ansatz um die Ursache abzustellen.

Ebnater

Reiner schrieb am 07.08.2020 um 09:22

Interessant wäre was die Ursache für die Keimbelastung ist. Wäre dann ein Ansatz um die Ursache abzustellen.

Beide gefundene Keimarten sind Darmbewohner und kommen sowohl in tierischen wie menschlichen Ausscheidungen vor. Ein "Überlaufen" der Kläranlage würde es wohl nicht bis zum Kressbachsee schaffen, aber es könnte bei den starken Regenfällen der vergangenen Woche durchaus zu einem Überlaufen der Kanalisation gekommen sein. Oder Landwirte haben eben Felder oder Wiesen mit natürlich-tierischem Dünger gedüngt und durch die starken Regenfälle wurde das teilweise über die Bäche in den Kressbachsee gespült.

Als Massnahmen könnte man empfehlen, bei drohenden Regenfällen ein Toilettenverbot zu erlassen oder alle Abwasserleitungen so zu vergrößern, dass sie nicht mehr überlaufen können. Alternativ / ergänzend: weniger tierische Produkte konsumieren, damit die Landwirte nicht so viel Mist entsorgen müssen.

In den natürlichen Seen gibt es aber eine so reiche Mikroflora und -fauna, dass die genannten Keime sehr schnell durch den natürlichen Kreislauf (Nahrungskette) reduziert und abgebaut werden.

Monika Benninger-Köder

Reiner schrieb am 07.08.2020 um 09:22

Interessant wäre was die Ursache für die Keimbelastung ist. Wäre dann ein Ansatz um die Ursache abzustellen.

Unsere Seen sind Naturseen mit Feldern drum herum, die gedüngt werden, vorm angesagten Regen meist ziemlich kräftig. Zu allen Zeiten kam das vor  bei Starkregen, dass die Seen danach ein bisschen anders gerochen haben(es stand  nur  nicht gleich in der Zeitung), Wir kannten das schon vor 35 Jahren - und später auch noch - und nein, das kann man nicht abstellen - oder nur durch Asphaltieren aller Felder

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