Eine lebenswerte Stadt mit großen Zielen

Die Stadt Neresheim hat sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt – und in den weitreichenden Plänen für die Zukunft will man sich auch durch Corona nicht ausbremsen lassen. Sowohl in der Kernstadt, als auch in den Teilorten.
  • Die berühmte Benediktiner-Abtei hoch über der Stadt. Foto: je
  • Blühendes Neresheim: Erstmals verschönert in diesem Jahr kunstvolle Blumenarrangements die Innenstadt von Neresheim, wie hier auf dem Marienplatz. Foto: je
  • Ein Triebwagen der Härtsfeldbahn auf der restaurierten Strecke von Neresheim in Richtung Härtsfeldsee. Foto: je

Neresheim. „Die Stadt Neresheim mit ihren Teilorten entwickelt sich insgesamt positiv, wir können die geplanten Projekte fertigstellen und sind auf einem guten Weg – auch wenn uns Corona jetzt ein bisschen bei neuen Plänen ausbremsen wird“, sagt Bürgermeister Thomas Häfele, der seit rund zweieinhalb Jahren in der Härtsfeldstadt im Amt ist.

Neresheim ist eine Flächenstadt und besteht aus dem Hauptort, den Teilorten Elchingen, Dorfmerkingen, Ohmenheim, Kösingen, Schweindorf und Stetten sowie zahlreichen Weilern und Gehöften, rund 8000 Einwohner leben hier.

Funktionierende Infrastruktur

Für die Stadt ist es wichtig, Angebote zu haben, die vor allem die jungen Einwohner im Ort halten, sprich Bauland zu entwickeln, Arbeitsplätze und eine funktionierende Infrastruktur bereitzustellen. Gerade Bauland sei in der Stadt gefragt. „Die Stadt bietet alle Schularten, Grundschulen und viele Kinderbetreuungseinrichtungen auch in den Teilorten, eine Musikschule, viele Freizeitangebote, genügend Einkaufsmöglichkeiten und vieles mehr“, ergänzt der Bürgermeister. „Und ganz wichtig: ein gut funktionierendes Vereinsleben mit einer Vielzahl an Angeboten aller Art.“ Die Vereine aller Sparten brächten sich in das Leben in der Stadt hervorragend ein und machten sie für die Einwohner attraktiver. Im Hauptort sei eine weitere städtische Kinderbetreuungseinrichtung geplant mit einer Krippengruppe.

Die Stadt ist zusammengerückt

Gerade die Vereine, aber auch Firmen, Schulen und kirchliche Träger haben sich nach Häfeles Worten auch in der Corona-Zeit extrem eingebracht. Man habe sich gegenseitig geholfen und unterstützt, habe anderen – vor allem den Senioren und Kranken– geholfen zum Beispiel mit Einkäufen und Fahrdiensten, und „ist sehr zusammengerückt“, wie Häfele sagt.

Die Corona-Krise trifft alle, Wirtschaft, Vereine, die Stadt. Man erwarte weniger Steuereinnahmen, was zukünftige Projekte schwieriger mache. „Aber gerade jetzt müssen Kommunen Aufträge vergeben, um die Konjunktur zu stützen“, betont Häfele. So investiere man rund 2,3 Millionen Euro in das Freibad Kösingen, das an Himmelfahrt 2021 wieder öffnen soll.

Das Gemeinschaftsgebäude Dorfmerkingen werde jetzt fertiggestellt, noch in den Sommerferien werde es von Kindergarten, Vereinen und Ortschaftsverwaltung bezogen. Und in Ohmenheim wird das Wohnumfeld der Schloßstraße bis Ende September komplett saniert, für rund zwei Millionen Euro.

Gewerbegebiet wächst

Das Gewerbegebiet „Im Riegel“ wird weiter vergrößert. Dort hat die Gemeinde rund 15 Hektar Land erworben, die in zwei Bauabschnitten für vier Millionen Euro erschlossen werden. „Interesse von Firmen ist da, von außerhalb und aus Neresheim, wird aber vielleicht von der Krise etwas ausgebremst“, ergänzt der Bürgermeister. Zudem wird im Gewerbegebiet Elchingen immer wieder gebaut.

Innenstadt wird aufgewertet – für Bewohner und Besucher

Ein Anliegen ist ihm der Innenbereich des Hauptorts. Er verweist auf die Aktion „Blühendes Neresheim“ und die Neugestaltung des Stadtparks, die sie deutlich aufwerten. Die Ansiedlung von neuen Geschäften hält er für schwierig. Deshalb wolle man die Innenstadt entwickeln, alte Häuser sanieren, beispielsweise barrierefreien Wohnmöglichkeiten für Senioren schaffen, damit sie im Ort bleiben und hier möglichst selbstbestimmt leben können. Es könnten Wohnhäuser entstehen, auch die Gastronomie und Hotellerie sollen ausgebaut werden. Der Tourismus in der Region ist ein Bereich, der für die Stadt noch wichtiger und noch verstärkt werden kann. Schließlich haben Neresheim und Umgebung jede Menge attraktiver Ausflugsziele sowie reizvolle Rad- und Wanderwege zu bieten. Gerade jetzt, wenn immer mehr Menschen Urlaub in der Heimat machen wollten. „In der Region lässt sich sehr gut ein kurzer Urlaub oder ein verlängertes Wochenende verbringen, es gibt viel zu sehen und zu erleben“, betont Thomas Häfele, der sich in der Stadt sichtlich wohlfühlt. je

Eine Auswahl der Sehenswürdigkeiten in und um Neresheim

Neresheim hat eine ganze Reihe Sehenswürdigkeiten zu bieten:
Die 1095 gegründete Abtei Neresheim. Die Klosterkirche wurde von Balthasar Neumann entworfen und ist einer der größten barocken Hallenbauten Süddeutschlands.

Das Rathaus wurde restauriert und im früheren Zustand mit Gewölben und Zugängen zu Verliesen wiederhergestellt und kann besichtigt werden.
Am Friedhof wurde ein Teil der früheren Stadtmauer der Stadt Neresheim restauriert.

Einen Besuch lohnt auch das Schloss Taxis bei Dischingen, die Burg Katzenstein, der Härtsfeldsee, und weitere Kirchen in den Teilorten.

Ein technisches Highlight: die historische Dampfzugfahrten auf der Härtsfeldbahn.
Das Härtsfeldbahnmuseum im alten Bahnhof zeigt die Geschichte der Härtsfeldbahn.

Das Härtsfeldmuseum bietet Einblicke in die kulturelle Entwicklung des Härtsfelds. je

© Schwäbische Post 12.08.2020 17:42
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