Lesermeinungen

Die Aussagen der Klinik sind lachhaft

Zum Artikel „Weiter Fragen am Klinik-Eingang“, erschienen in der Gmünder Tagespots am Donnerstag, 27. August:

In dem Artikel (...) äußert sich der Pressesprecher des Klinikums zu der, aus meiner Sicht, unmöglichen Befragung durch meist junge Männer aus irgendeiner externen Sicherheitsfirma, am Eingang der Klinik, mit einer Phrase.(...) Von einer Klinik erwarte ich als Allererstes, dass sie zum Wohle der Patienten handelt. Momentan bin ich in einer Klinik damit einverstanden, dass ich Abstand halten und einen Mundschutz aufsetzen muss, das leuchtet mir auch ein.

Aber: bereits als ich mir meinen Termin zu einer Krebsnachuntersuchung geholt habe, wurde ich ebenfalls von einem jungen Mann in sehr forschem Ton angesprochen Zitat: Ist Ihre Maske neu? Ich daraufhin: ja die ist neu ... Er: haben Sie einen Termin? Ich: nein, ich möchte mir einen Termin holen: Er: dann desinfizieren Sie hier Ihre Hände! Ich, bereits ob seines Befehlstones genervt: Jawoll!!! Er: Sie können aber auch rüber gehen in die Bereitschaftspraxis, dort sind auch Ärzte und die können Ihnen den Termin geben, oben ist es sehr voll. Ich: nein, ich gehe nach oben, dann muss ich eben warten. Ich bin dann nach oben zur Anmeldung Radiologie gegangen, wo es angeblich so voll war. Eine Frau stand direkt an der Anmeldung, ein paar Personen saßen vor den Röntgenräumen.

Als die Frau nach ganz kurzerZeit fertig war, kam ich an die Reihe. Ich hatte binnen circa drei Minuten meinen Termin (...). Als ich dann (...) meinen Termin antreten wollte und am Eingang wieder so blöd behandelt wurde, habe ich mich gefragt, was das noch mit Coronaschutzmaßnahmen zu tun hat. Die Stellungnahme des Pressesprechers der Klinik ist aus meiner Sicht lachhaft. Es handelt sich um eine eigenständige Klinik und inzwischen weiß jedes Kind, dass sich jeder, egal ob Klinik, Arztpraxen, Geschäftsleute, Kitas, Schulen etc. ihre eigenen Regeln, eventuell angelehnt an Vorgaben vom Staat, macht, nur um ja regierungskonform zu handeln.

Meine Frage an all diese Menschen: Könnt ihr das alles mit eurem eigenen Gewissen vereinbaren, (...) , wenn Patienten wie ich keinen Termin mehr wahrnehmen, ob dieser Behandlung als käme man in einen Hochsicherheitstrakt? (...)

© Schwäbische Post 03.09.2020 21:28
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Kommentare

Karin Hofmann

Hallo Frau Prehn,

und wieder mal eine Frau, die sich an ein paar FRAGEN stört! Mit was SIE, Frau Prehn, beim Einchecken in eine Klinik einverstanden oder nicht einverstanden sind interessiert  überhaupt nicht. 

Um ehrlich zu sein: Dann sind Sie auch nicht krank, sondern wollen hier, wie Ihre Lesermeinungs-Vorgängerinnen, mit diesem Thema wieder ein bisschen politische Werbung gegen Corona-Schutzmassnahmen unserer Regierung machen und pushen das alles wieder ein bisschen auf. Denn, Ihre Beschreibung dieses "schlimmen Tages", alles was Sie aushalten mussten hat schon etwas kindlich Infantiles, ist die Beschreibung in der Wortwahl eines kleinen, aufmüpfigen Kindes, das die Welt nicht versteht und dem man alles erst einmal erklären sollte.

Auch ich habe 5 (FÜNF) Monate auf einen wichtigen Untersuchungstermin im Ulmer Uniklinikum gewartet. Ich war froh, daß ich ihn hatte. Einlass ins Klinikum: Kontrolle durch das Sicherheitspersonal.

1. Überweisung und den schriftlich bestätigten Termin vom Ulmer Klinikum vorzeigen

2. Fiebermessen

3. Beim Einlass bekam ich eine nagelneue Maske

4. In den Ambulanzen die Stühle mit Sicherheitsabstand, alle mit Maske

Wie gesagt, ich war froh, diesen Termin bekommen zu haben. Der Sicherheitsdienst am Eingang war sachlich, dominant aber trotzdem freundlich. Das Personal in der Abteilung gestresst, hatte aber trotzdem ein Lächeln. Die Ärztin, gefühlt am Limit ihrer Kraft, hörte zu, initierte Untersuchungen und gab ihr Bestes. Alle mit einer Maske, die sie 10 Stunden tragen müssen, täglich.

Was war dagegen mein Maskentragen für 6 Stunden? SIE stören sich schon an der Frage des Sicherheitspersonals "ist Ihre Maske neu"? an einem "leicht forschen Ton"? Dieser Mann steht 8 Stunden am Eingang! 

Ich habe mich sicher gefühlt. Gut aufgehoben wegen dieser Schutzmaßnahmen. Ja - die Kliniken, besonders die Unikliniken handeln, im Gegensatz zum Bäcker, dem Getränkemarkt, den Conora-Leugnern, REGIERUNGSKONFORM. Das ist gut so, da in Kliniken schwer erkrankte Menschen behandelt werden, deshalb die verstärkten Schutzmassnahmen. 

Und: Natürlich wird es weiter Fragen an Klinikeingängen geben! Das ist gut so.

Anscheinend ist "regierungskonform" in der Conora-Krise, Schutz für Menschen, für Sie nicht akzeptabel. Meine Meinung: Wenn man, wie SIE (was ich bezweifle) und ICH, ANDERE, schwer erkrankt ist und in einer Klinik Hilfe bekommt, sollte man sich an den geforderten, neuen Regeln zum Schutz aller nicht festhalten, sondern sie akzeptieren. Loslassen, annehmen. Das kann auch zur Heilung beitragen! Oder, ein TIP: Sie gehen einfach nicht mehr in eine Klinik. Alles Gute.

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