Leserbeitrag von In my humble opinion

Tunneldemo wirft viele Fragen auf ( ... )

Nein, nicht ‚viele Fragen‘, sondern nur eine Frage:
„Was soll der Quatsch?“
Es gab mal eine Werbung, in der wie beim Skat die ‚Trümpfe‘ gedroschen wurden: „Mein Auto, mein Haus, mein Boot!“ Heute wird eher der Trumpf ‚mein Recht‘ gedroschen, um irgendwelche sinnfreien Klamaukaktionen scheinbar zu rechtfertigen. Wir haben ein kodifiziertes Recht, in dem ohne Prüfung der Gesinnung und damit in gewissem Rahmen auch Prüfung auf Sinnhaftigkeit nach dem Buchstaben des Gesetzes entschieden wird, im Gegensatz zum kompilierten Recht im anglo-amerikanischen Recht. Daher gibt es auch bei uns den römischen Spruch: „Fiat iustitia et pereat mundi.“, "Es werde Recht und ginge ( darüber ) die Welt zugrunde.".
Diese Berufung auf ‚mein Recht‘ ohne Rücksicht auf die daraus folgenden Konsequenzen erinnert mich ein wenig an das Kind, was sich vor der Supermarktkasse auf den Fußboden schmeißt, mit Armen und Beinen zappelt und ‚Süßigkeiten‘ damit erlangen will.

© In my humble opinion 10.09.2020 15:26
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Kommentare

Telegrafenamt

Melden Sie jetzt eine Demo an, bei der Autofahrer für einen Nachmittag die Radwege in der Stadt zuparken?

In my humble opinion

Telegrafenamt schrieb am 10.09.2020 um 17:53

Melden Sie jetzt eine Demo an, bei der Autofahrer für einen Nachmittag die Radwege in der Stadt zuparken?

Gute Idee.

CounterSpio

In my humble opinion schrieb am 10.09.2020 um 19:38

Gute Idee.

Alter Hut - die Idee. Diese Demo findet täglich unangemeldet statt. Als Demonstration der Stärke vom Blech. Nach dem 11. Gebot: "Du sollst dich nicht erwischen lassen". Was das mit Radfahrern und Fußgängern macht, ist doch egal.

Jetzt werden einmal demonstrativ Parkplatze zu Sitzplätzen umfunktioniert oder ein Tunnel als Radweg - schon geht das große Geschrei los: Verkehrschaos!

Klar wollen die Radfahrer keinen Tunnel. Aber wenn man mal für umweltfreundliche Verkehrsmittel wie Rad und Bus so viel Geld in die Hand nehmen würde wie für diesen Tunnel, könnte man in der Stadt vergoldete Radwege haben und auf Jahre kostenlos Bus und Bahn benutzen.

In my humble opinion

CounterSpio schrieb am 10.09.2020 um 23:28...

Ich denke, dass Sie da manches falsch zuordnen.

'Sich nicht erwischen lassen' - das geht ja nur, wenn nicht ausreichend kontrolliert wird oder nicht durch kleine bauliche Maßnahmen verhindert wird, da sind die Autofahrer icht die richtige Adresse. Wenn wir schon bei Verstößenen gegen die StVO sind - da sind viele 'Radfahrer' nun auch keine Unschuldslämmer, zumal viele von denen auch einen Führerschein haben und es wissen sollten. Aber die werden ja noch seltener erwischt als die Falschparker.

Und das Verkehrschaos ist kein 'Geschrei', sondern wird Realität sein.

Was das 'Geld in die Hand' angeht, nun, so nehme ich an, dass sämtliche Städte überall in der zweiten Etage Radwege hätten ( Tunnel sind teurer und werden für Kfz - siehe Böbingen - wegen des Lärms von den Anwohnern gefordert ), wenn die 'Radfahrer' ebenso viele Mineralölsteuer ( Energiesteuer ) und ebenso viele 'Radfahrsteuer' zahlen würden, wie von den Kraftfahrzeugen zusammen kommt. Dass von diesen Einnahmen ein großer Teil im allgemeinen Haushalt verschwindet und nicht zweckgebunden für den allgemeinen Verkehr verwendet wird, liegt nicht im Ermessen der Autofahrer.

Helmut Wimmer

CounterSpio schrieb am 10.09.2020 um 23:28

Alter Hut - die Idee. Diese Demo findet täglich unangemeldet statt. Als Demonstration der Stärke vom Blech. Nach dem 11. Gebot: "Du sollst dich nicht erwischen lassen". Was das mit Radfahrern und Fußgängern macht, ist doch egal.

Jetzt werden einmal demonstrativ Parkplatze zu Sitzplätzen umfunktioniert oder ein Tunnel als Radweg - schon geht das große Geschrei los: Verkehrschaos!

Klar wollen die Radfahrer keinen Tunnel. Aber wenn man mal für umweltfreundliche Verkehrsmittel wie Rad und Bus so viel Geld in die Hand nehmen würde wie für diesen Tunnel, könnte man in der Stadt vergoldete Radwege haben und auf Jahre kostenlos Bus und Bahn benutzen.

"Aber wenn man mal für umweltfreundliche Verkehrsmittel wie Rad und Bus so viel Geld in die Hand nehmen würde wie für diesen Tunnel, könnte man in der Stadt vergoldete Radwege haben und auf Jahre kostenlos Bus und Bahn benutzen." Der Tunnel bindet das Remstal an die A7 an. Der Tunnel geht quasi über die Grenzen von Schwäbisch Gmünd hiaus.

Es demonstrieren hier Umwelt- und Klimaaktivisten mit dem Werkzeug "Fahrrad". Das sind keine Radfahrer. 

Sascha81

Sollen sie doch ihre Demo auf der Schättre - Trasse abhalten. Dann wäre allen geholfen.

Die Gmünder Bürger hätten den Verkehr nicht vor ihrer Haustüre und die Aufmerksamkeit bzw. die Schnappatmung von manchen Zeitgenossen wären ihnen auch sicher wenn sie sich mit ihren Zweiräden über die "letzte Bastion" für Spaziergänger bewegen würden.

Saitenschuft

In my humble opinion schrieb am 10.09.2020 um 19:38

Gute Idee.

Leider zu spät, geschieht jeden Tag und interessiert auch keine Sau!

Saitenschuft

Helmut Wimmer schrieb am 11.09.2020 um 08:12

Das sind keine Radfahrer. 

Danke für den Beitrag! Genauso ist es nämlich!

Saitenschuft

Ist ja klar, IMHO wieder!

Nur das zornige Daraufbestehen "Das will ich!" "Das ist meins", welches Sie gerade den Radfahrern unterstellen - BTW wie bereits ausgeführt ist es eine Demo der Radfahrer sondern vom FFF - Genau dieses Geschrei veranstalten doch Sie als Autofahrer und Ihres gleichen.

Da  hat man doch dem Staat für etliche Millionen einen schönen Spielzeugtunnel abgetrotzt, den will man, nicht mal für 2 lausige Stunden, anderen zum spielen überlassen!

Mein persönliches Statement dazu ist: Ich fahre nicht mit dem Rad durch den Tunnel. Gebt dem Kaiser was des Kaisers ist. Aber ich bitte auch bei den Autofahrer einmal um Verständnis für die Radfahrer. Radfahrer sind nicht nur Idioten, die bei Rot über Ampeln fahren oder über Fußgängerüberwege brettern, genausowenig wie Autofahrer nur mit überhöhter Geschwindigkeit und rücksichtlos unterwegs sind. Radfahrer sind am unteren Ende der "verkehrsrechtlichen Nahrungskette". Auf der Straße sind wir DIE Behinderung für den KFZ-Verkehr, weil zu langsam, auf dem Geh-/Radweg sind wir zu schnell und eine Störung für die Fußgänger.

Ich bin Radfahrer, Autofahrer und Fußgänger und fahre ca. 6000 km im Jahr mit dem Rad zur Arbeit und in der Freizeit. Ich kenne sie alle: die Idioten auf dem Rad, mit dem Auto und zu Fuß.

Ich kenne die Gesetze, was ich darf und was nicht. Ich habe sogar der Polizei schon mit rechtlichen Auskünften ausgeholfen, die ich recherchiert habe.

Ich finde es wichtig, dass jeder die Probleme des anderen versucht zu sehen, denn nur gemeinsam kommen wir Verkehrsteilnehmer miteinander aus. Rücksicht ist das oberste Gebot und auch mal Verständis für die anderen Verkehrsteilnehmer haben.

Dieter Strack

In my humble opinion schrieb am 11.09.2020 um 01:31

Ich denke, dass Sie da manches falsch zuordnen.

'Sich nicht erwischen lassen' - das geht ja nur, wenn nicht ausreichend kontrolliert wird oder nicht durch kleine bauliche Maßnahmen verhindert wird, da sind die Autofahrer icht die richtige Adresse. Wenn wir schon bei Verstößenen gegen die StVO sind - da sind viele 'Radfahrer' nun auch keine Unschuldslämmer, zumal viele von denen auch einen Führerschein haben und es wissen sollten. Aber die werden ja noch seltener erwischt als die Falschparker.

Und das Verkehrschaos ist kein 'Geschrei', sondern wird Realität sein.

Was das 'Geld in die Hand' angeht, nun, so nehme ich an, dass sämtliche Städte überall in der zweiten Etage Radwege hätten ( Tunnel sind teurer und werden für Kfz - siehe Böbingen - wegen des Lärms von den Anwohnern gefordert ), wenn die 'Radfahrer' ebenso viele Mineralölsteuer ( Energiesteuer ) und ebenso viele 'Radfahrsteuer' zahlen würden, wie von den Kraftfahrzeugen zusammen kommt. Dass von diesen Einnahmen ein großer Teil im allgemeinen Haushalt verschwindet und nicht zweckgebunden für den allgemeinen Verkehr verwendet wird, liegt nicht im Ermessen der Autofahrer.

Hoffentlich geben die Demoteilnehmer ihren Führerschein zurück und benutzen Rad,Bahn und Bus

In my humble opinion

Saitenschuft schrieb am 11.09.2020 um 14:30

Ist ja klar, IMHO wieder!
...
Mein persönliches Statement dazu ist:
... 

Ja klar, ich schon wieder, warum wohl? Ich gebe nicht vor, die Welt besser machen zu wollen, ich gebe nicht vor, alles zu wissen - vor allem nicht, was 'die anderen' alles tun müssen, mir fällt nur auf, wenn ein Sachverhalt 'A' mit einer Begründung 'b' erklärt werden soll. Und wie Sie sich - ich nehme Ihr Statement gerne zur Kenntnis - als einer der Wenigen ( ich versuche das auch, so gut ich kann ) an die StVO zu halten bekennen, so erlebe ich, dass nicht vielen solche Unstimmigkeiten 'A' - 'b' auffallen. Aber in diesem Fall ist es für das Ergebnis gleich, ob 'FFF' mit dem Fahrrad oder zu Fuß den Tunnel blockiert oder ob es 'Radfahrer' sind, die mit dem Rad oder zu Fuß den Tunnel blockieren.

Außer Klamauk und 'Aufmerksamkeit' bringt das nix.

CounterSpio

In my humble opinion schrieb am 11.09.2020 um 01:31
[...]Was das 'Geld in die Hand' angeht, nun, so nehme ich an, dass sämtliche Städte überall in der zweiten Etage Radwege hätten  [...] wenn die 'Radfahrer' ebenso viele Mineralölsteuer ( Energiesteuer ) und ebenso viele 'Radfahrsteuer' zahlen würden, wie von den Kraftfahrzeugen zusammen kommt. Dass von diesen Einnahmen ein großer Teil im allgemeinen Haushalt verschwindet und nicht zweckgebunden für den allgemeinen Verkehr verwendet wird, liegt nicht im Ermessen der Autofahrer.

Immer wieder das Märchen von den Autofahrern als "Zahlmeistern der Nation". Nicht einmal für das Regional- und Fernstraßennetz reichen die Einnahmen aus den "Autofahr"-Steuern. Wenn nicht Gemeinden und Anwohner die mehrere 100.000 km Straßen und Wege bis vor jede Haustür bezahlen würden (gut 2/3 des Straßennetzes), gäbe es von der Kreisstraße weg bis nach Hause nur noch Trampelpfade.

In my humble opinion

CounterSpio schrieb am 12.09.2020 um 00:49

Immer wieder das Märchen von den Autofahrern als "Zahlmeistern der Nation".

Können Sie Ihre Behauptung mit Zahlen belegen?

Wenn Sie sich mal freundlicherweise im Internet die Zahlen beschaffen würden:

40,88 Milliarden Euro Einnahmen Mineralöl-/Energiesteuer für Bund und Länder 2018
9,37 Milliarden Euro Einnahmen aus Kfz-Steuer 2019 für den Bund
50,25 Milliarden Euro in Summe ( so ungefähr )

Die Ausgaben 2018:

Bundesfernstraßen 10,350 Milliarden Euro
Verbesserung der Verkehrsverhältnisse der Gemeinden 1,698 Milliarden Euro
Eisenbahnen 6,455 Milliarden Euro
Luftfahrt 0,479 Milliarden Euro
Bundeswasserstraßen 1,093 Milliarden Euro
Übrige Verkehrsausgaben 8,612 Milliarden Euro
Verkehr insgesamt 28,687 Milliarden Euro

Selbst wenn die Zahlen aus unterschiedlichen Jahren stammen, selbst, wenn da 'Schlupf' ist, es gibt zwischen 50 Milliarden Euro Einnahmen aus dem Kraftverkehr und 29 Milliarden Euro Ausgaben für die Verkehrsinfrastruktur noch eine erklärungsbedürftige Lücke. Und ich habe noch nicht mal nach 'Lkw-Maut' gesucht.

Es sind im übrigen auch nicht 'die Autofahrer', die über die Verwendung des Geldes entscheiden, sondern 'die Politiker'.

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