Lesermeinung

Zum Artikel „Ja-Sagen in Corona Zeiten“ vom 11. September:

Ich empfinde das Bild mit dem Hochzeitspaar und Mundschutz als Zumutung. Kaum ein Hochzeitspaar wird jemals so heiraten wollen. Hochzeitsfeiern sind momentan aber bis 500 Personen möglich. Bis 100 Personen gibt es keinerlei verpflichtende Einschränkungen. Erst ab 101 Personen muss ein Hygienekonzept erstellt werden. Mit gesundem Menschenverstand ist auch nicht mehr nachzuvollziehen, warum eine Hochzeitsgesellschaft mit 100 Personen nicht im Münster heiraten darf, mit Mundschutz in die Kirche gehen muss, keinen Sektempfang vor der Kirche abhalten darf, danach aber den Sektempfang in der Hochzeitslocation stattfinden lassen kann und bei der Feier ohne Maske auch ausgelassen feiern darf. Und ob im nächsten Jahr wieder Feiern ganz normal stattfinden können, liegt an uns allen. Wenn wir diese klassische Laborpandemie mit einem für Diagnostik nicht zugelassenen PCR Test, ohne tatsächlich Erkrankte und mit leeren Krankenhausbetten weiter mitmachen, wird es den Hochzeitspaaren nächstes Jahr nicht anders ergehen als dieses Jahr.

© Schwäbische Post 15.09.2020 20:44
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Kommentare

In my humble opinion

Sie haben offensichtlich das Problem, eine spöttisch-provokante Übertreibung ( mit Maske küssendes Hochzeitspaar ) als Anlass für eine Unmutsäußerung heranzuziehen.

Sicher sind mancherlei Vorgaben 'vom Amts wegen' logisch nicht ganz nachvollziehbar, aber es geht in Deutschland immer darum, irgendwelche Tatbestände nicht 'sinnhaft' und 'logisch' zu formulieren, sondern 'gerichtsverwertbar'. So war die Maßgabe 'Geschäfte über 800 m² Ladenfläche dürfen nicht öffnen, auch wenn der Mindestabstand eingehalten wird' aus meiner Sicht nur dem Umstand zu verdanken, dass man auf dem Amt in den Unterlagen die Größe nachschlagen konnte, ohne vor Ort die Lage zu sondieren.

Aber wie dem auch sei, wenn sich die Zahl der Besucher einer Veranstaltung erhöht, wird es immer wahrscheinlicher, dass gewisse Vorgaben nicht eingehalten werden ( können ) - und sei es auch nur auf dem Weg zu Klo. Insofern ist es natürlich für die Verwaltung auch einfacher, eine Zahl festzulegen, denn zählen kann doch schließlich jeder, oder?

Was die scharfe Grenze 100 - 101 angeht, möchte ich eine Frage stellen:

Wenn da am Straßenrand '30 Altenheim' steht, gelten die '30' auch nur so 'ungefähr'?

Karin Hofmann

In my humble opinion schrieb am 16.09.2020 um 16:22

Was die scharfe Grenze 100 - 101 angeht, möchte ich eine Frage stellen:

Wenn da am Straßenrand '30 Altenheim' steht, gelten die '30' auch nur so 'ungefähr'?

Hallo humble opinion,

warum erklären Sie den Sinn von Regeln/Geschwindigkeitsbeschränkungen gerade mit dem Beispiel "30 Altenheim"? 

Es macht darauf aufmerksam, daß wegen "den Alten" die Geschwindigkeit reduziert werden muss.

Die Realität in Aalen: 

Wasseralfingen: Tempo 20 Innenstadt, Karlstrasse, um das ganze Rundell, Karlsplatz vorbei bis zur Eisdiele La Perla. Da ist kein Altenheim.

Aalen: Tempo 30 Rombacherstrasse, ab dem Schubartgymnasium bis zur Tankstelle wegen den Schülern. Da ist kein Altenheim.

Aalen: Tempo 30, von Wasseralfingen kommend,vom Beginn vor dem Theodor-Heuss-Gymnasium bis zur Kreuzung Rombacher Strasse wegen den Schülern. Da ist kein Altenheim.

Man nimmt also besonders Rücksicht auf die JUNGEN Menschen. Und nicht auf die "Alten". Das möchte ich hiermit klarstellen.

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