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Das Handwerk ist stabiler Wirtschaftsfaktor

Trotz der Corona-Krise liegt die Beschäftigtenzahl im Handwerk weiterhin auf hohem Niveau. Auch die Ausbildungsquote wollen die Betriebe im Ostalbkreis unvermindert hochhalten.
  • Für einen krisensicheren Job: Auszubildende im Handwerk werden gesucht. Foto: Zentralverband Sanitär-Heizung-Klima
  • Katja Maier. Fotos: HWK Ulm

  • Alexander Hamler.

Ostalbkreis/Ulm. Trotz der Corona-Krise liegt die Beschäftigtenzahl im Handwerk weiterhin auf hohem Niveau. Auch die Ausbildungsquote wollen die Betriebe im Ostalbkreis unvermindert hochhalten.

Zum 31. August 2020 sind 498 neue Lehrverträge im Ostalbkreis von den Betrieben des Handwerks abgeschlossen worden „Das Handwerk ist eine eminent wichtige Säule in Corona-Zeiten“, betonen Kreishandwerksmeisterin Katja Maier aus Aalen und ihr Schwäbisch Gmünder Kollege Alexander Hamler. „Könnten wir die aktuell offenen 217 Ausbildungsstellen des Handwerks im Ostalbkreis alle besetzen, dann würden wir die Differenz von 70 Stellen zum Vorjahr weit übertreffen“, betonen die beiden Handwerksvertreter unisono.

Fachkräfte weiterhin nachgefragt

Das Handwerk ist weiterhin an Fachkräften interessiert und wird für manchen Gesellen, der bislang nicht in seinem ausgebildeten Beruf tätig war, wieder interessant sein. Das ist eine gute Nachricht für die Betriebe des Handwerks. „Weiterhin sind junge Menschen, die gerne ihre Ausbildung im Handwerk beginnen wollen, herzlich willkommen“, sagt Schwäbisch Gmünds Kreishandwerksmeister Alexander Hamler.

Aufträge fürs Handwerk sind wichtig und klug

Vor dem Hintergrund des zu erwarteten Rückgangs an Steuereinnahmen ist zu vermuten, dass die Kommunen ihre Investitionen in der Infrastruktur zurückfahren werden. Auch Privatpersonen sind zum Teil abwartend mit Aufträgen an Handwerker. „Dabei sind Aufträge der öffentlichen Hand gerade jetzt wichtig für das Funktionieren unserer regionalen Wirtschaft“, sagt Aalens Kreishandwerksmeisterin Katja Maier. „Wir brauchen jetzt mutige und kluge Kommunen und auch Verbraucher, die weiterhin Aufträge erteilen und somit die regionale Wirtschaft stützen. Für die Auftraggeber wird positiv sein, dass sich die teilweise langen Wartezeiten auf einen Handwerker in den nächsten Monaten wieder im Bereich des langjährigen Durchschnittes bewegen werden.“

Das Handwerk ist eine eminent wichtige Säule in Corona-
Zeiten.“

Katja Maier und Alexander Hamler Kreishandwerksmeister

Aufträge verschieben wäre kontraproduktiv

Die Verschiebung von oftmals dringend notwendigen Investitionen würde zu einen dauerhaften Schaden der Infrastruktur führen und das regionale Handwerk und seine Betriebe ausbremsen, betonen Maier und Hamler.

Da sich die Finanzsituation der Städte und Gemeinden mit großer Wahrscheinlichkeit im kommenden Jahr verschlechtern wird, begrüßen die Handwerksorganisationen den Investitionsfond für Gemeinden des Landes Baden-Württemberg. So können die Kommunen weiterhin investieren und neue kluge Infrastruktur aufbauen.

„Das braucht unsere regionale Wirtschaft jetzt: Investitionsanreize statt Haushaltssperren. Aufträge sind für alle besser als Transferleistungen“, so die Kreishandwerksmeister. Außerdem sind die Steuern der Handwerksbetriebe der Region ein fester Pfeiler in den kommunalen Kassen, wie etwa die Grundsteuer und die Gewerbesteuer, genauso wie das Handwerk ein wichtiger und beständiger Arbeitgeber vor Ort ist. HWK Ulm

© Schwäbische Post 18.09.2020 15:08
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