Lesermeinung

Zur Eröffnung des Aalener Mammutprojektes:

Ach, was waren das noch für Zeiten, als wir mit größter Hochachtung „das Volk der Dichter und Denker“ genannt wurden. Leider schon lange her! Und ob wir diesen Ehrentitel heute noch verdienen würden, darf bezweifelt werden. Umso mehr begrüße ich es, dass sich die Stadt Aalen zu dem Mammutprojekt Kulturbahnhof entschlossen hat.

Ich freue mich sehr auf die Eröffnung und bin stolz, dass hier in Aalen eine Heimat für viele verschiedene Kulturschaffende geschaffen wurde. Ich bin sicher, dass vom Kulturbahnhof viele Impulse für das Leben in der Stadt ausgehen werden. Vielen Dank allen Verantwortlichen in Stadtverwaltung und Gemeinderat.

Gerade die letzten Monate, der harte Lockdown, die Ausgehbeschränkungen und dann die Lockerungen haben gezeigt, wie wichtig Kulturereignisse in einer Stadt sind. Allen, die im neuen Kulturbahnhof arbeiten werden, Musikschule, Kino am Kocher und Theater der Stadt Aalen, wünsche ich gutes Eingewöhnen, frohes Schaffen und toitoitoi für die künftigen Vorhaben.

© Schwäbische Post 20.09.2020 20:34
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Kommentare

Karin Hofmann

Hallo Frau Hommel,

Sie schreiben:

"Ach, was waren das noch für Zeiten, als wir mit größter Hochachtung „das Volk der Dichter und Denker“ genannt wurden. Leider schon lange her! Und ob wir diesen Ehrentitel heute noch verdienen würden, darf bezweifelt werden. Umso mehr begrüße ich es, dass sich die Stadt Aalen zu dem Mammutprojekt Kulturbahnhof entschlossen hat".

Hallo, Frau Hommel: Deutschland, WIR waren das Volk der Dichter und Denker! Wenn man das noch so sagen darf! Deshalb sollten wir sie in Ehren halten, sie immer wieder hervorholen, ihr Denken, das was sie zu sagen hatten, immer wieder im "Fast-Orginal" zu Gehör zu bringen. Oder wollen Sie diesen Dichtern und Denkern diesen Ehrentitel aberkennen, da es schon "so lange her" ist und da SIE zweifeln? Ich hoffe nicht, daß unsere alten Dichter und Denker und ihr Vermächtnis alsbald zu den Rechtsradikalen, Heimatgetreuen zählen werden, die es zu ignorieren gilt. Dann müsste man alle deren Statuen von den Sockeln stürzen und die Bücher verbrennen? Nach Hindenburg und Bismarck geht es jetzt Goethe und Schiller an den Kragen. 

Trotzdem gebe ich Ihnen eine Weisheit von Friedrich Schiller (bisher noch erlaubt) mit auf den Weg:

"Wohl dem, der gelernt hat zu ertragen was er nicht ändern kann".

Jetzt verstehe ich auch, daß Sie sich im "Kulturbahnhof", incl. Theater etc. von unseren Dichtern und Denkern abwenden, einen kleinen Teil derer "zusammenkratzen" und daraus etwas völlig Neues, jetzt Sinnvolleres, in neuem, Ihrem Sinne, gestalten. Ach, das deutsche, literarische Altertum, unsere dichterischen Wurzeln, sind (bei Ihnen) leider nichts mehr wert. 

 

HerrKa

Karin Hofmann schrieb am 22.09.2020 um 13:09

Hallo, Frau Hommel: Deutschland, WIR waren das Volk der Dichter und Denker! Wenn man das noch so sagen darf! Deshalb sollten wir sie in Ehren halten, sie immer wieder hervorholen, ihr Denken, das was sie zu sagen hatten, immer wieder im "Fast-Orginal" zu Gehör zu bringen. Oder wollen Sie diesen Dichtern und Denkern diesen Ehrentitel aberkennen, da es schon "so lange her" ist und da SIE zweifeln? Ich hoffe nicht, daß unsere alten Dichter und Denker und ihr Vermächtnis alsbald zu den Rechtsradikalen, Heimatgetreuen zählen werden, die es zu ignorieren gilt. Dann müsste man alle deren Statuen von den Sockeln stürzen und die Bücher verbrennen? Nach Hindenburg und Bismarck geht es jetzt Goethe und Schiller an den Kragen. 

Trotzdem gebe ich Ihnen eine Weisheit von Friedrich Schiller (bisher noch erlaubt) mit auf den Weg:

"Wohl dem, der gelernt hat zu ertragen was er nicht ändern kann".

Jetzt verstehe ich auch, daß Sie sich im "Kulturbahnhof", incl. Theater etc. von unseren Dichtern und Denkern abwenden, einen kleinen Teil derer "zusammenkratzen" und daraus etwas völlig Neues, jetzt Sinnvolleres, in neuem, Ihrem Sinne, gestalten. Ach, das deutsche, literarische Altertum, unsere dichterischen Wurzeln, sind (bei Ihnen) leider nichts mehr wert. 

Meine liebe Frau Hofmann,

ein absichtliches, sehr bösartiges Missverstehen.

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