Guten Morgen

Tee statt Tonic

Dagmar Oltersdorf über den Herbstanfang

Die Natur braucht’s. Das ist quasi das Mantra von Hobbygärtner und Bauern gleichermaßen, wenn es im Sommer zwischendurch mal wieder so richtig aus Eimern schüttet. Was in diesem Jahr durchaus vorkam. Manchmal sogar 150 Liter pro Quadratmeter im Juni und August, wie unser Wettermelder Tim Abramowski schon berichtet hat. Eine Hitzewelle im August gab es auch. Fünf Tage über 30 Grad.

Nun ist die Verträglichkeit von Hitze eher eine individuelle Angelegenheit. Die einen rekeln sich wohlig bratend bei Ü-30-Temperaturen im Liegestuhl, andere stöhnen schon ab Ü-25. Aber draußen sind alle. Ist ja auch schön, vor allem, wenn man in Coronazeiten nicht so viele Auslaufmöglichkeiten hat wie üblich. Schön, für eine ganze Weile.

Heute ist kalendarischer Herbstanfang. Und ich gestehe: Ich atme ein wenig auf. Häkeln statt jäten. Heißer Tee statt Gin-Tonic, Wollsocken statt Riemchensandalen. Ruhe statt Rastlosigkeit. In diesem Sinne, willkommen, neue Jahreszeit. Die Natur braucht auch den Herbst. Und ich auch.

© Schwäbische Post 22.09.2020 00:08
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