Kreissparkasse: Warnstreiks am Donnerstag in Aalen

Menschenkette um Hauptgeschäftsstelle geplant. 

  • Der Warnstreik im öffentlichen Dienst 2018 in Aalen. Archiv-Foto: hag

Nach gescheiterten Tarifverhandlungen hat der öffentliche Dienst Warnstreiks angekündigt. Diese sind für  Donnerstag in Ulm und Aalen geplant.

Unter anderem streiken auch die Mitarbeiter der Kreissparkasse Ostalb. "Wir werden aber unsere Filialen offen halten, sodass sich für die Kundinnen und Kunden nichts ändert", sagt Pressesprecher der Kreissparkasse Ostalb, Holger Kreuttner. Beschäftigte der Sparkasse in Aalen werden am Donnerstag ab 9 Uhr zum Warnstreik aufgerufen. Um 10 Uhr findet eine öffentliche Streikversammlung vor dem Eingang der Hauptgeschäftsstelle statt und anschließend werden die Streikenden eine Menschenkette um das Sparkassengebäude bilden.

Am Mittwoch machen Beschäftigte der Stadt Friedrichshafen den Anfang. ver.di ruft Beschäftigte der Baubetriebe in einen mehrstündigen Warnstreik. Da die zweite Runde der Tarifverhandlungen mit den öffentlichen Arbeitgebern ergebnislos blieb, wollen die Gewerkschaften so den Druck erhöhen. „Das ist staatlich verordneter Reallohnverlust - die Antwort der Beschäftigten wird deshalb deutlich ausfallen“, gibt Maria Winkler, Geschäftsführerin des ver.di Bezirk Ulm-Oberschwaben die Stimmung wieder. Geht es nach den Vorstellungen der Arbeitgeber soll die Leistungsprämie nur noch an wenige ausgeschüttet werden, 80 Prozent sollen leer ausgehen. 

Baubetriebe betroffen

Betroffen von den Streiks sind in erster Linie die städtischen Baubetriebe und weitere Beschäftigte mit handwerklichen Tätigkeiten. So manche innerstädtische Baustelle wird verwaist bleiben und die telefonische Erreichbarkeit dürfte stark eingeschränkt sein. 

Donnerstag muss in Ulm und Aalen mit Streiks gerechnet werden

Mit Arbeitsniederlegungen ist in den kommenden Tagen zu rechnen, „dann auch in weiteren Städten des ver.di Bezirk“, kündigt Maria Winkler an. Für Winkler sind die wirtschaftliche Krise und sinkende Steuereinnahmen kein Argument gegen eine angemessene Anerkennung der Arbeitsleistung.

Zum Hintergrund

ver.di fordert in der laufenden Tarifrunde für die Beschäftigten bei Bund und Kommunen eine Erhöhung der Entgelte um 4,8 Prozent, mindestens 150 Euro monatlich sowie für die Auszubildenden 100 Euro mehr. Im ver.di Bezirk Ulm-Oberschwaben sind rund 25.000 Tarifbeschäftigte in Verwaltungen, Krankenhäusern, Bauhöfen, Kindertagesstätten, Kultureinrichtungen, Energiebetrieben und im Nahverkehr betroffen.

© Schwäbische Post 23.09.2020 10:10
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