Garmisch-Partenkirchen unterliegt Mitbewerber

Die alpine WM 2025 wird im österreichischen Saalbach-Hinterglemm ausgetragen.
Bei der Vergabe der alpinen Ski-WM 2025 hat Garmisch Partenkirchen den Kürzeren gezogen. Der Skiort in Oberbayern, WM-Gastgeber 1978 und 2011, musste sich bei der Wahl des Fis-Council dem Favoriten Saalbach-Hinterglemm/Österreich geschlagen geben. Die nordische Ski-WM 2025 wurde an den einzigen Bewerber Trondheim/Norwegen vergeben.

„Uns war bewusst, dass es schwer werden würde“, sagte Präsident Franz Steinle vom Deutschen Skiverband (DSV): „Im Vergleich zu Saalbach, das bereits einmal gescheitert war, hatten wir von Beginn an die Außenseiterrolle. Trotzdem war es richtig und wichtig, sich zu bewerben.“ Die Erfahrung zeige, dass meistens mehrere Versuche notwendig sind – als Basis für einen späteren Erfolg. Garmisch-Partenkirchen habe mit seiner ersten Bewerbung viele Sympathiepunkte sammeln können. Die DSV-Bewerbung erhielt wie auch Crans-Montana/Schweiz nur eine Stimme, Saalbach-Hinterglemm (Gastgeber 1991) versammelte zwölf Delegierte des Ski-Weltverbandes hinter sich.

Nordische WM in Oberstdorf

Die nächste alpine WM soll 2021 in Cortina d‘Ampezzo/Italien stattfinden, 2023 in Courchevel-Meribel/Frankreich. „Jedes Mal, wenn die Fis die alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Österreich ausrichtet, ist es ein besonderes Event mit riesigen Menschenmassen und einer sehr professionellen Organisation. Für mich besteht kein Zweifel, dass Saalbach dieser starken Tradition gerecht wird“, sagte Fis-Präsident Gian Franco Kasper.

Trondheim, das bereits Gastgeber der nordischen Weltmeisterschaft 1997 war, wurde einstimmig bestätigt. Die nächste nordische WM ist 2021 in Oberstdorf geplant, 2023 ist das slowenische Planica an der Reihe. Weiter bestätigte die Fis den Renn-Kalender, der am Freitag ausgearbeitet wurde. Nach der Absage der alpinen Rennen in Nordamerika wurde vor allem dem Schutz vor Corona Rechnung getragen. Um möglichst wenige Personen an einem Ort zu versammeln, werden an vielen Schauplätzen nur Männer oder Frauen starten. Zudem wurden, sofern möglich, Speed-Rennen und technische Disziplinen getrennt. sid
© Südwest Presse 05.10.2020 07:45
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