Lesermeinung

Zur Denkmallok am Berufsschulzentrum:

Es ist verständlich, dass sich Ludwig Raubacher und seine „23er-Aktionäre“ für die Denkmallok bei der Berufsschule einsetzen. Haben sie doch in vielen Jahren ihre ganze Kraft für den Erhalt der Lok eingesetzt. Selbstverständlich wird die Lok dort stehen bleiben, zumal diese im Besitz des Landkreises und nicht der Stadt Aalen ist. Rückblickend sollte man wissen, dass Baron Koenig als Geldgeber unbedingt darauf bestand, dass die Lok keinesfalls auf einem Aalener Grundstück aufgestellt werden durfte, so sehr die SchwäPo damals darum warb, die Lok in Erinnerung an die Eisenbahntradition der Stadt als Denkmal in Bahnhofsnähe zu etablieren.

Warum? Er war stolz, Ehrenbürger der damals noch selbstständigen Gemeinde Fachsenfeld geworden zu sein. Und war dann auf die Stadt Aalen stinksauer, weil diese Fachsenfeld im Zuge der Gemeindereform einverleibte.

Das Verhältnis des Barons mit Aalen wurde erst wesentlich besser mit Ulrich Pfeifle, der bei seiner Wahl zum Oberbürgermeister von der Gemeindereform unbelastet in Aalen aufzog und sich danach mit dem Baron so gut verstand, dass er die Stiftung Schloss Fachsenfeld in die Obhut der Stadt Aalen gab.

Doch den Vorschlag, mit einer anderen Denkmallok in der Nähe des Kulturbahnhofs an die Wiege der Aalener Eisenbahn zu erinnern, sollte man nicht ein für allemal begraben, zumal OB Thilo Rentschler in der Planungsphase des Stadtovals eigene Gedanken dazu entwickelt hatte.

© Schwäbische Post 06.10.2020 21:02
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