Tote Vögel untersucht

Tierschutz Die Schwalben sind auf dem Dachboden verhungert.

Schwäbisch Gmünd. Vergangene Woche fand ein Gmünder auf seinem Dachboden in der Postgasse über 70 tote Mehlschwalben. Mittlerweile wurden drei der aufgefundenen Vögel in einem Labor untersucht.

Hinweise auf eine Vergiftung gebe es nicht, so Armin Dammenmiller, Vorsitzender des Gmünder Naturschutzbunds: „Sie sind an Nahrungsmangel gestorben.“ Wenige Tage vor dem Todesfund beobachtete der Bewohner des Hauses den Vogelschwarm noch vor seinem Haus.

Zwar gebe es auch auf einem Dachboden Insekten, die sie hätten fressen können. „Aber die Mehlschwalben essen nur die Beute, die sie im Flug fangen.“

Nun ist auch klar, weshalb die Vögel sich noch immer in Gmünd aufhielten und nicht, wie üblich zu der Zeit, schon weiter im Süden waren. Das Phänomen habe es, erläutert Dammenmiller, auch andernorts gegeben. Die Tiere hatten wohl Schutz gesucht. „Grund war die kalte, regnerische Witterung.“

© Schwäbische Post 13.10.2020 20:27
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