Lesermeinung

Zum Thema Matthäus, der keine Freikarte zum Länderspiel erhielt.

Mit schmerzverzerrtem und Tränen herabkullerndem Gesicht beklagte sich der Ehrenspielführer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, Lothar Matthäus, beim Deutschen Fußballverband, dass die Ex-Nationalspieler für Länderspiele keine Freikarten für den Stadion-Besuch mehr erhielten.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass der ehemalige Weltfußballer und 150-fache Ex-Nationalspieler, der zweifelsfrei große Verdienste um den deutschen Fußball hat, mit einem „Wehklagen“ um nicht erhaltene Freikarten bei Fußball-Fans die zu Tausenden Woche für Woche auf die Fußballplätze und ins Stadion gehen und dabei klaglos ihren Obolus entrichten, ernsthaft Gehör findet.

Dabei ist doch der Rekordnationalspieler Matthäus weder Hartz IV-Empfänger, noch hängt er am „finanziellen Tropf“, sondern erhält als Moderator für verschiedene TV-Sender und Kolumnist wie für die „Bild-Zeitung“ sicherlich nicht nur ein Taschengeld.

Auch sein ehemaliges jährliches Gehalt beim FC Bayern München soll bei fünf Millionen Mark gelegen haben, und sein Vermögen soll Anfang des Jahres bei 30 Millionen Euro gelegen haben.

Vor diesem Hintergrund kann wohl ein noch so verdienter und erfolgreicher Star-Fußballer Matthäus den Eintritts-Betrag bei Länderspielen wohl aus eigener Tasche bezahlen. Oder?

Karl Maier, Aalen

© Schwäbische Post 14.10.2020 18:47
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