Furcht vor der Schweinepest

Nach Ansicht des Bauernpräsidenten Joachim Rukwied (59) steckt die Schweinehaltung in Deutschland in der größten Krise seit Jahrzehnten. Gründe dafür seien, dass Schlachthöfe wegen Corona ausfallen, und die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Die Preise für Schweinefleisch seien im freien Fall. „Das ist dramatisch, das ist beschämend“, sagte Rukwied, der auf dem Deutschen Bauerntag im Amt bestätigt wurde.

Mit Blick auf die ASP forderte er, über Sicherheitsmaßnahmen für die Freiland- und Auslaufhaltung von Schweinen zu sprechen. Man müsse darüber diskutieren, „ob nicht mindestens temporär – ähnlich wie wenn die Geflügelpest ausbricht – Freilandhaltungen in Gebäude gehören“.

Es gebe Betriebe, deren Sicherungsmaßnahmen nicht dem entsprechen, was notwendig wäre, sagte Rukwied in Erfurt. „Der Gau am Ende wäre, wenn wir in einem Hausschweinebestand die ASP hätten. Ich mag mir das gar nicht ausdenken.“

Im Deutschen Bauernverband sind mehr als 90 Prozent der knapp 300 000 landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland freiwillig Mitglied. dpa
© Südwest Presse 17.10.2020 07:45
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