Lesermeinung

Zum Thema Corona:

Jedesmal, wenn ich aus der Stadt zurück bin, bin ich verärgert über die Sorglosigkeit mancher Mitmenschen. Egal wo, man kann sie überall antreffen, eben in der Apotheke, wo ein älterer Herr sich ohne Mundschutz eine Tüte voll Medikamente besorgt hat und von der Apothekerin angesprochen wird, weshalb er keinen Mundschutz trägt. Den habe er im Auto vergessen. Leute, die eben mal schnell zum Einkaufen springen, statt Mundschutz ziehen sie sich den Pulli nach oben, der gerade mal über das Kinn reicht und beim Bezahlen/Einpacken beide Hände brauchen und somit stehen sie ohne Mundschutz in der Schlange. Kunden die einem beim bezahlen an der Kasse äußerst nah auf die Pelle rücken wenn sie keinen Einkaufswagen benutzen.

Zwei Frauen unterhalten sich über die Sicherheitsmaßnahmen bei Hermes, was das soll, auf dem Paket zu unterschreiben mit dem Stift vom Zusteller, das bringe doch nichts. Informiert Euch doch einfach richtig und versteht das auch. Mit Abstand und dem eigenen Stift auf dem Paket unterschreiben. Dann ist das auch korrekt und sicher. Mund und Nasenschutz sowie Abstand halten – kapiert das endlich.

© Schwäbische Post 18.10.2020 20:09
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Kommentare

Karin Hofmann

Karl Birk schrieb am 22.10.2020 um 10:30

Meine liebe Frau Hofmann,

im Kriegs-Modus? Wo sind Sie denn her?

Mein liebster Herr Birk,

ich bin aus dem Ostalbkreis, mit 43 Neuinfektionen. Der Feind, der gegen uns "Krieg" führt heisst Sars-CoV-2, deshalb: "Kriegsmodus" und ich glaube der Begriff passt ganz gut.

HerrKa

Karin Hofmann schrieb am 21.10.2020 um 13:34

(damit es jeder versteht wie ernst die Lage ist) publik gemacht werden - im Krisen/Kriegs-Modus. 

Meine liebe Frau Hofmann,

im Kriegs-Modus? Wo sind Sie denn her?

Karin Hofmann

Hallo Frau Kränzlein,

das Problem ist: Viele wissen nicht, welche Regeln i.M. gelten. Viele lesen keine Zeitung, hören keine Nachrichten und leben einfach weiter mit den Regeln, die vor Wochen noch galten: Aufbruch, Öffnung, alles gut. Es liegt an unserer Regierung, die leider alle Maßnahmen an die einzelnen Länder abgegeben hat. Die Grenze eines Conora-hotspots überspringen geht schnell. Keiner kennt die Zahlen, Keiner weiss, was nun gilt.

Ministerpräsident Söder sieht ein mentales Problem im Kampf gegen Corona und hat zu einer "nationalen Kraftanstrengung" im Kampf gegen die Corona-Krise aufgerufen. Deutschland habe bei der Bewältigung der Pandemie derzeit kein logistisches, sondern ein "politisch-mentales" Problem, sagte Söder heute im ZDF-"Morgenmagazin. "Seit Monaten wird das Thema zerredet, kleingeredet, es wird schöngeredet", sagte Söder. Es sei aber wichtig, die Pandemie wieder als Herausforderung zu verstehen. "Wir brauchen jetzt einen Gemeinschaftsakt – genauso wie bei der ersten Welle."

Zerredet, kleingeredet, in endlosen Gesprächen der Ministerpräsidenten der einzelnen Bundesländer diskutiert. Gerichtliche Einsprüche einzelner Bundesländer gegen diese verschärften Maßnahmen, es ist unfaßbar. Eine Lachnummer: Deutschland in der Conora-Krise in Europa. 

Hilde Gerg, Ex-Ski-Star, Olympiasiegerin und Vermieterin von Apartements in Berchtesgaden versteht trotz 238 Infizierten den 1. Wieder-Lockdown nicht. Sie sagt:"Mir ist das alles jetzt einfach zu schnell, zu radikal. Man hätte zum Beispiel einen etwas sanfteren Abschluss der Saison finden können". Es ist unfaßbar.

Sanfter Lockdown???

Wir sind bei 8000 Infizierten/täglich. Es sollte wieder einen "Gemeinschaftsakt", geltende, gleiche Regeln für alle Bundesländer geben und i.M. ein Runterfahren wie im März für ganz Deutschland gelten. Dies muß in der Presse, in den Medien, in Extrasendungen (damit es jeder versteht wie ernst die Lage ist) publik gemacht werden - im Krisen/Kriegs-Modus. 

Es braucht einen bundesweiten, einheitlichen Standard zur Bekämpfung des Conora-Virus für alle Bundesländer. Es braucht klare, nachvollziehbare, einsichtbare Regeln, bundesweit. Sonst wird das nichts.

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