Mordvorwurf ist vom Tisch

Zwei Verdächtige sind auf freiem Fuß. Nach dem Dritten wird noch gefahndet.
Kehrtwende nach mutmaßlichem Autorennen mit Todesopfer: Ermittler haben den Mordvorwurf gegen die Fahrer von drei Sportwagen fallen gelassen. Zwei Männer im Alter von 29 und 26 Jahren sind nach einer Woche in Untersuchungshaft wieder auf freiem Fuß, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt, Nadja Niesen. Sie haben einen festen Wohnsitz. Nach einem 34-Jährigen wird aber weiter gefahndet.

Die drei Männer sollen vor gut einer Woche ein Rennen gefahren sein, als es zu dem Unfall kam. Beim Überholen mit Tempo 200 soll einer von ihnen die Kontrolle über seinen PS-starken Wagen verloren haben, gegen die Mittelleitplanke gerast und dann mit einem unbeteiligten Auto kollidiert sein. Die Wagen fingen sofort Feuer. Eine unbeteiligte Frau konnte nicht mehr gerettet werden.

Die Frankfurter Ankläger gehen inzwischen nicht mehr von einem Tötungsvorsatz aus. Dies habe die Neubewertung eines Sachverständigen ergeben, sagte Niesen. Ermittelt wird aber weiterhin. „Es ist nicht so, dass keine Straftatbestände mehr im Raum stehen.“

Bei dem bundesweit aufsehenerregenden Fall warf die Staatsanwaltschaft den drei Beschuldigten zunächst Mord aus niedrigen Beweggründen und mit gemeingefährlichen Mitteln vor. dpa
© Südwest Presse 19.10.2020 07:45
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