Börsenparkett

Kritischer Blick aufs Jahresende

Wird Anlegern und Börsianer jetzt die kritische Corona-Lage angesichts zum Teil dramatisch steigender Infektionszahlen allmählich doch bewusst? Am Donnerstag rutschte der Deutsche Aktienindex zeitweise um mehr als 3 Prozent, zum Wochenschluss ging es wieder nach oben. Auf Wochensicht bleibt aber ein deutliches Minus. Ganz offensichtlich steigt die Unsicherheit auch auf dem Börsenparkett. Die Politik will zwar einen neuerlichen Lockdown unbedingt vermeiden. Aber ist das durchzuhalten? Ökonomen sind mit ihren Prognosen wieder etwas zurückhaltender, auch wenn das dritte Quartal einen deutlichen Schritt nach vorne bringen soll.

Die Analysten deutscher Banken sind generell für die letzten zweieinhalb Monate des Börsenjahres eher pessimistisch. Von einer Jahresend-Rally wollen sie nichts wissen. Für den Dax erwarten sie zum Jahresende im Schnitt gut 12 800 Zähler – allerdings bei einer erheblichen Spanne. Optimistisch sind die Auguren der Weberbank, die einen neuen Rekord von 13 900 Punkten voraussagen. Am unteren Ende liegen die Commerzbanker. Sie erwarten bis Ende Dezember eine deutliche Talfahrt der Kurse, auf nur noch 10 500 Zähler. Immerhin soll es dann im ersten Quartal 2021 wieder aufwärts gehen. Die Optimisten von DekaBank, Nationalbank und Weberbank tippen sogar auf mehr als 14 000 Punkte. Diese Zuversicht hängt vor allem an einem Thema: einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Rolf Obertreis
© Südwest Presse 19.10.2020 07:45
189 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.

Anmeldung zum E-Mail-Newsletter aus der Redaktion

Die wichtigsten und interessantesten Meldungen des aktuellen Tages aus der Redaktion direkt in Ihr E-Mail-Postfach – täglich und kostenlos jeden Abend.

Jetzt kostenlos anmelden

Aktuelle Meldungen direkt auf Ihr Handy