Früher Geld für Geschenke

Politiker fordern, die Sonderzahlung jetzt schon zu überweisen, um den Handel zu stärken. Der ist skeptisch.
Der Handelsverband Deutschland hat zurückhaltend auf Vorschläge von Politikern reagiert, Weihnachtsgeld-Zahlungen vorzuziehen und damit den Einzelhandel zu stärken. Hauptgeschäftsführer Stefan Genth sagte: „Wir begrüßen alle Maßnahmen, die unseren Innenstadt-Einzelhändlern helfen, durch diese Corona-Krise zu kommen. Eine vorgezogene Auszahlung des Weihnachtsgeldes hilft wahrscheinlich den Geschäften in der Innenstadt jedoch nur in sehr geringem Umfang. Leider meiden viele Kunden zurzeit den Einkaufsbummel.“

Zudem sei zurzeit die Sparquote in Deutschland sehr hoch. Viele Verbraucher hielten im Moment ihr Geld lieber zusammen, so Genth. „Für die in Not geratenen Händler wären deshalb direkte Hilfszahlungen wie mit den staatlichen Überbrückungshilfen zielführender.“

Mehrere Politiker hatten zur Entzerrung der Weihnachtseinkäufe gefordert, die Weihnachtsgeld-Zahlungen vorzuziehen, darunter der rheinland-pfälzische CDU-Fraktionschef Christian Baldauf und der SPD-Bundestagsabgeordnete Florian Post.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) plant, die bisher bis zum Jahresende laufenden Überbrückungshilfen für besonders hart getroffene Firmen um ein halbes Jahr bis zum 30. Juni 2021 zu verlängern. dpa
© Südwest Presse 19.10.2020 07:45
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