Lesermeinung

Zum Leserbrief von Liselotte Nell „Das ist unter der Gürtellinie!“, SchwäPo, 6. Oktober:

In Ihrem Leserbrief über Bauern und die Landwirtschaft schreiben Sie, der Staat wird schon eine Lösung haben. D.h., dass unsere Politiker dafür eine Lösung finden sollten. Das klingt ja sehr optimistisch oder kennen Sie einen Politiker, der tatsächlich noch was drauf hat in unserem Land (außer Bürokratie)?

Aber der Glaube versetzt ja bekanntlich Berge, übrigens sollte man ja auch nicht glauben, dass eine Familienministerin Verteidigungsministerin kann. Millionen Euro in ein altes Schiff investiert, das danach verschrottet wird und dann geht sie seelenruhig als Chefin nach Brüssel. Oder dass ein Verkehrsminister über 500 Millionen Steuergelder versenken kann und tatsächlich noch im Amt ist, Straßen, Autobahnen etc. eröffnet und in der Öffentlichkeit noch große Reden schwingt.

Nicht nur, dass sie nichts drauf haben, nicht einmal Charakter zum Selbst-Rücktritt haben solche Typen. Wetten, wenn der weg muss, hat er ausgesorgt.

Wenn Otto Normalverbraucher 100 Euro nebenher verdient und sie nicht versteuert, reden wir von Schwarzgeld. Eine Straftat zulasten der Allgemeinheit, aber was sind dann 500 Millionen, Herr Minister?

Das ist deutsche Politik, voll glaubwürdig. Oder dass eine Wirtschaftsministerin 15 Millionen Euro für einen Pavillon in Dubai auf den Putz hauen kann, ohne dass ihr dabei etwas passiert.

Man sollte es auch nicht glauben, dass eine Liste von auffälligen Migranten gelöscht werden muss, wie in Tübingen geschehen, ist aber so. Sollte aber tatsächlich von so einem Mitbürger eine Tat ausgehen, ist das Geschrei danach wieder riesengroß.

© Schwäbische Post 22.10.2020 14:14
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Kommentare

Karin Hofmann

Hallo Herr Stollenmeier,

recht haben Sie, aber es ist müssig, es passiert überall, jeden Tag aufs Neue. Beispiel: Hessen

https://www.hessenschau.de/politik/steuerverschwendung-angeprangert-ist-das-kunst-oder-nur-eine-sitzbank-fuer-80000-euro,schwarzbuch-hessen-100.html

Die Steuerverschwendungs-Lobby von Städten und Gemeinden ist unter dem Deckmantel der sogenannten "Vetterleswirtschaft" riesengroß. Als Beispiel: Durch den Bau der Riesenbank (sh.oben) um 80.000 € wurden sicher auch ansässige Unternehmen "unterstützt", die sich für diesen Auftrag "gut bedankten". Es ist ein deutsches, gemeinschaftliches, deckmantelgeschützes "Steuerverschwendungs-Faß", ohne Boden.

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