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200 Starter sind schon angemeldet

Man sollte immer auch die Vorteile sehen: Der 30. Schwäbische Albmarathon wird wegen Corona nicht als Großveranstaltung über die Bühne gehen – dafür können Läuferinnen und Läufer drei Wochen lang ihren Sport ganz flexibel angehen.
  • Bestimmt in etwas lockerer Formation, aber genau so sportlich wie 2019: Auch das Team der Schechinger Firmen Reich-und Jaiser will an den Start gehen. Fotos: Tom / privat
  • Auf der Strecke gibt es ordentliche Steigungen zu bezwingen.
  • Ein Genuss wie immer: Landschaftslauf auf dem Aasrücken.
  • Im letzten Jahr konnte man während des Marathonlaufs nebenbei die herbstliche Natur genießen – da war der Herbst zweifellos goldener als im Oktober 2020.

Schwäbisch Gmünd. Aus einem Lauf-Tag werden drei Lauf-Wochen: Der 30. Schwäbische Albmarathon wird erstmals virtuell ausgetragen; drei Wochen lang können die verschiedenen Strecken absolviert werden. An diesem Samstag geht es los. Rund 200 Läuferinnen und Läufer sind schon angemeldet.

Dass die Veranstalter der DJK Gmünd auf die sportliche Großlaufveranstaltung verzichtet haben, die der Sparkassen-Albmarathon sonst immer im Gmünder Oktober-Kalender ist, liegt natürlich an der Corona-Pandemie. Im Spätsommer hatten die Organisatoren um Tim Schwarzkopf und Dietmar Kässer noch überlegt, das Läuferfeld aufzuteilen – damals durften nach der geltenden Corona-Verordnung noch maximal 500 Menschen zusammenkommen. „Dann haben wir uns zur Sicherheit für einen virtuellen Lauf entschieden“, sagt Schwarzkopf. Aus heutiger Sicht, wo die Infektionszahlen und die Beschränkungen stark gestiegen sind, das einzig Richtige.

Der Albmarathon 2020 bringt Verzicht: auf das ganz große Gemeinschaftserlebnis, wenn sich samstags die Stadt mit Sportlern füllt und man fast automatisch Bekannten und Gleichgesinnten begegnet. Andererseits kann man im virtuellen Format Neues und Schönes entdecken: Die Möglichkeiten und Flexibilität für die Sportler waren noch nie so groß, die Läuferinnen und Läufer können vieles nach ihren Vorlieben organisieren.

Frühaufsteher, Morgenmuffel

Frühaufsteher können in aller Herrgottsfrüh loslaufen, Morgenmuffel gehen am Nachmittag an den Start. Oder abends, mit Stirnlampe? Bei den Strecken kann auch jeder wählen, was zu ihm passt. Wie bisher schon, nur mit dem Unterschied, dass man während des Drei-Wochen-Albmarathons auch zweimal laufen kann. Oder zwei verschiedene Strecken; oder mehr. Und was bisher nicht ging: Man kann sich sogar das Wetter raussuchen, indem man den Lauftag nach der Vorhersage plant.

In dieser Woche wurden die Startunterlagen versendet (es musste nichts abgeholt werden) und die Strecken markiert, am Donnerstag wurde das Ziel neben der Gmünder Großsporthalle aufgebaut werden.

Rund 200 Meldungen hat Tim Schwarzkopf schon verzeichnet, die Starter kommen nicht nur aus der Region. „Da gibt es viele andere Postleitzahlen als die 7, auch aus Köln und Holland kommen Sportler.“ Drei Wochen lang, vom 24. Oktober bis zum 15. November, kann gelaufen werden. Nicht nur die Strecken sind wie immer markiert, es wird auch jeder eine Startnummer mit Zeitmesschip tragen und es gibt den Start- und Zielbereich in der Schwerzerallee. Alle Läuferinnen und Läufer sollte aber trotz Zeitnahme ihren Lauf noch per GPS-Daten dokumentieren. Eine offizielle Siegerehrung gibt es auch, geplant am 18. November in der Hauptstelle der Kreissparkasse Ostalb.

Die vier Strecken

Die vier bekannten Strecken des Albmarathon-Gesamtpakets stehen wie in jedem Jahr auch virtuell zur Auswahl: der 5-Kilometer-Lauf (VGW-Challenge), die 10-Kilometer-Distanz, präsentiert von Umicore, der 25-Kilometer-Rechberglauf (präsentiert von der Gmünder Tagespost) und die große Runde, der 50 Kilometer lange Sparkassen-Albmarathon. Bernd Müller

© Schwäbische Post 23.10.2020 15:52
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