Lieber am Boden bleiben

Zu den Seilbahnplänen des Regionalverbandes Ostwürttemberg (RVO):

Ich mag Seilbahnen, vor allem, wenn sie mich in andere Höhen und noch mehr wieder von dort herunter bringen. Mit Interesse habe ich von den horizontalen Seilbahnplänen von Aalen nach Heidenheim gelesen. Ja, warum denn nicht?
Andererseits steht im gleichen Blatt, wie es den Röhlingern und Eggenrotern geht, weil deren horizontale Verkehrsader, nämlich die L 1060, Ortsteile und Wohngebiete zerschneidet. Schaut man in die Pläne des RVO, dann gibt es die L 1060 als Verkehrsader und Entwicklungsachse gar nicht. Da gibt es Firmen, die weltweit agieren wie die JRS in der Rosenberger Holzmühle und in Wört die TE-Connectivity (früher AMP). In Kerkingen bringt das Sägewerk Ladenburger, in Pfahlheim das Sägewerk Binz und in Neunheim das wachsende Gewerbegebiet hunderte Lkws auf diese Straße; hinzu kommt der Mautausweichverkehr der A7. Mich ärgert, dass der RVO mit 19 Bürgermeistern (bei 44 Mitgliedern) diese Entwicklungen nicht sieht und für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger keine Umfahrungen plant. Der RVO möge am Boden bleiben und dort seine Hausaufgaben machen, bevor er sich in (Seilbahn-) Höhen aufschwingt.

© Schwäbische Post 25.10.2020 20:00
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Kommentare

Karin Hofmann

In my humble opinion schrieb am 26.10.2020 um 19:04

Nun sehen Sie die Sache doch nicht so verbissen ernst. Mit Seilbahnen kann man tatsächlich Personen befördern, die keine Skifahrer sind, es muss auch nicht nur bergauf oder -ab gehen, es kann auch horizontal sein. Die längste Seilbahn war laut Internet eine Eisenerztransportbahn über fast 100 km, aber darauf kommt es doch nicht an. Die Frage ist, wie sinnvoll eine Seilbahn zwischen AA und HDH ist oder ob es sich nicht nur um eine 'a-dabei'-Idee handelt. Zuerst müsste man ja wohl wissen, wie viele Menschen wann von wo nach wo kommen wollen, unter welchen Umständen und zu welchen Bedingungen. Erst dann kann man sich für ein Transportmittel entscheiden oder muss mit der zweitbesten Lösung vorlieb nehmen.

Ich nehme es nicht verbissen ernst, deshalb: Eine Kutschfahrt von Aalen über Unterkochen/Königsbronn fände ich schöner (könnte auch entspannender wegen den Erinnerungen zu "Die Mädels vom Immenhof" sein) auf der Fahrt von Aalen zur Arbeit in Heidenheim, statt "Seilbahn". Wäre umweltschonender, der Wald würde geschont, es müssten keine Rodungen für die Pfeiler stattfinden und es gibt Urlaubsstimmung:

https://www.rsg-eddersheim.de/verein/weitere-angebote/fahrschule/

Freuen wir uns lieber darauf! 

In my humble opinion

Karin Hofmann schrieb am 26.10.2020 um 18:38

Hallo humble opinion,

ach, es soll also eine kilometerlange Seilbahn für einen Skilift werden? ...

Nun sehen Sie die Sache doch nicht so verbissen ernst. Mit Seilbahnen kann man tatsächlich Personen befördern, die keine Skifahrer sind, es muss auch nicht nur bergauf oder -ab gehen, es kann auch horizontal sein. Die längste Seilbahn war laut Internet eine Eisenerztransportbahn über fast 100 km, aber darauf kommt es doch nicht an. Die Frage ist, wie sinnvoll eine Seilbahn zwischen AA und HDH ist oder ob es sich nicht nur um eine 'a-dabei'-Idee handelt. Zuerst müsste man ja wohl wissen, wie viele Menschen wann von wo nach wo kommen wollen, unter welchen Umständen und zu welchen Bedingungen. Erst dann kann man sich für ein Transportmittel entscheiden oder muss mit der zweitbesten Lösung vorlieb nehmen.

Karin Hofmann

In my humble opinion schrieb am 26.10.2020 um 18:29

Das Internet hilft auch Nicht-Wintersportlern, auch, weil hier die Ausgangslage etwas anders ist.

Laut Google-Maps ist es zwischen Aalen und Heidenheim ( jeweils Innenstadt ) etwa 18 km Entfernung, mit Zwischenstationen in den Orten im Tal etwa 25 km, dazu kämen horizontal noch die Biegungen des Tals oder zwischen den Stationen die Höhenunterschiede. Solche angedachten Seilbahnen mit auskuppelbaren Gondel erreichen ( laut Internet ) maximal etwa 30 km/h.

Also würden wir zwischen beiden Orten "Pi*Daumen" etwa 1 Stunde gondeln.

Wenn dann noch die Höchstgeschwindigkeit auf der B19 zwischen Aalen und Heidenheim aus Umwelt- und Lärmschutzgründen auf 30 km/h beschränkt wird, ist die Seilbahn fast konkurrenzfähig.

Man könnte aber auch eine Schnellpostkutsche, sechsspännig, zwischen Aalen und Heidenheim einrichten, mit den Funken aus Hufeisen und Radreifen könnte man auch vielleicht die Kabine beheizen, wir sind doch ein Hochtechnologieland, da fällt uns sicher was ein.

Hallo humble opinion,

ach, es soll also eine kilometerlange Seilbahn für einen Skilift werden? Die Skifahrer steigen in Aalen ein, fahren nach Heidenheim und fahren dann vom Heidenheimer Schloss nach unten? Wird dort dann gerodet und eine Skipiste angelegt werden? Wie Sie sagen, auch eine Pferdekutsche vom Schloß nach unten wäre dann möglich. Etwas zum Lachen in der Conora-Krise. Danke!

Der Regionalverband Ostwürttemberg ist ja nun zuständig für Mobilitätspakte durch "Übernahme von coordinierten Aufgaben auf allen Gebieten der Regionalentwicklung". 

https://www.ostwuerttemberg.org/regionalverband/aufgaben/

Sollen wir uns mit der Seilbahn "weiterentwickeln? Eine neue Aufgabe!

 

Ventilator

Sowas funktioniert höchstens wenn man sehr sehr sehr wildentschlossen ist.

In my humble opinion

Ventilator schrieb am 26.10.2020 um 12:21

AA bis HDH, in welcher Zeit ist diese Strecke mit einer Seilbahn denn zu bewältigen ? Wintersportler wissen das eventuell.

Das Internet hilft auch Nicht-Wintersportlern, auch, weil hier die Ausgangslage etwas anders ist.

Laut Google-Maps ist es zwischen Aalen und Heidenheim ( jeweils Innenstadt ) etwa 18 km Entfernung, mit Zwischenstationen in den Orten im Tal etwa 25 km, dazu kämen horizontal noch die Biegungen des Tals oder zwischen den Stationen die Höhenunterschiede. Solche angedachten Seilbahnen mit auskuppelbaren Gondel erreichen ( laut Internet ) maximal etwa 30 km/h.

Also würden wir zwischen beiden Orten "Pi*Daumen" etwa 1 Stunde gondeln.

Wenn dann noch die Höchstgeschwindigkeit auf der B19 zwischen Aalen und Heidenheim aus Umwelt- und Lärmschutzgründen auf 30 km/h beschränkt wird, ist die Seilbahn fast konkurrenzfähig.

Man könnte aber auch eine Schnellpostkutsche, sechsspännig, zwischen Aalen und Heidenheim einrichten, mit den Funken aus Hufeisen und Radreifen könnte man auch vielleicht die Kabine beheizen, wir sind doch ein Hochtechnologieland, da fällt uns sicher was ein.

Karin Hofmann

Hallo Herr Sorg,

das Thema war doch schon am Anfang des Jahres aktuell, nun wird es wieder hervorgekramt, es gibt nichts wichtigeres. C02-sparen war doch damals der Hintergrund. Auto stehen lassen, mit der Seilbahn fahren. Wir haben in der Conora-Krise/dem Lockdown im April/Mai/Juni soviel C02 gespart wie noch nie.(lt. C02-Statistik, gemessener Werte). So einfach ist es. In einen Bus passen 42 Personen, auch der Zug fährt von Aalen nach Heidenheim (er könnte voll sein). Es ist so ähnlich wie bei der Schättere-Trasse: Die Menschen können ohne diesen Radweg von Waldhausen/Ebnat nicht nach Aalen kommen, weil sie mit dem Rad fahren wollen (energiesparend)? Jetzt die Seilbahn: Die Menschen können ohne diese nicht von Heidenheim nach Aalen kommen, zur Arbeit, zu Kunst und Kultur (energiesparend). Es ist eine Lachnummer.

Für die Pfeiler muss die Natur weichen und es werden unzählige Pfeiler sein, die in die Wälder ringsherum gehauen werden müssen. Die Strategie von GRÜN/die GRÜNEN: Zuerst ein Projekt kreieren, dafür kämpfen, Bürgerinitiativen ausschalten, das Wichtigste ist das abgesegnete Pro von der Stadtspitze! Dann die Umwelt zerstören für ein Projekt, das angeblich C02 sparen und dafür verkauft werden wird. Ich sehe die Zeissianer in ihren Geschäftsanzügen schon mit der Seilbahn (natürlich sollte bei ZEISS eine Zwischenstation eingeplant werden) von Oberkochen nach Aalen in den 2-Sitzern hin-und herpendeln, auch im Winter, warm angezogen, versteht sich. Es ist eine Lachnummer.

Es wundert mich, daß diese Diskussion, durch die Initiatoren dieses "Vorzeigeobjekts", überhaupt wieder möglich ist und hoffe, daß im Stadtrat (der nun wirklich anderes zu entscheiden hat) diese Ideen einer Seilbahn wegen "Wider den menschlichen Ernst" als Faschingsscherz (Fasching findet ja nicht statt) ad acta gelegt werden.

Aber - wie bei der Schättere-Trasse: Die "Umweltschützer-Lobby" gibt nicht auf.

Ventilator

AA bis HDH, in welcher Zeit ist diese Strecke mit einer Seilbahn denn zu bewältigen ? Wintersportler wissen das eventuell.

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