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Gut gesichert ist schon halb gewonnen

Ungebetener Besuch ist schneller da, als man denkt. Ganz verhindern lässt sich ein potenzieller Einbruch nicht. Doch es gibt Möglichkeiten, um es Dieben möglichst schwer zu machen. Fast die Hälfte aller Einbruchsversuche an gut gesicherten Objekten wurde abgebrochen, sagt die Polizei.
  • Ungesicherte Fenster sind kein Hindernis und im Nu aufgehebelt. Fotos: Polizeiliche Kriminalprävention
  • Abschließbare Fenster sorgen für mehr Sicherheit.

Viele Einbrüche können durch richtiges Verhalten und die richtige Sicherungstechnik verhindert werden. Dass Präventionsmaßnahmen wirken, belegt der hohe Versuchsanteil beim Wohnungseinbruch: So blieben im Jahr 2017 45 Prozent der Einbruchsdelikte schon im Versuchsstadium stecken. Über den Zeitraum der zurückliegenden zehn Jahre ist der Anteil vollendeter Fälle stetig gesunken, wie die steigenden Versuchszahlen zeigen.

Dies kann durchaus auf Verbesserungen der Sicherungsmaßnahmen im privaten Bereich gegen Wohnungseinbruchdiebstahl beruhen und bestätigt somit die entsprechenden Präventionsaktionen der Polizei. Wer sein Eigenheim saniert oder altersgerecht umbaut, profitiert zusätzlich von den Förderprodukten der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die Einzelmaßnahmen zum Einbruchschutz fördert. Entgegen landläufiger Meinung erfolgen Einbrüche häufig zur Tageszeit, zum Beispiel während einer kurzen Abwesenheit des Bewohners, so etwa zur Schul-, Arbeits- und Einkaufszeit, am frühen Abend oder an den Wochenenden. Weit über ein Drittel aller Wohnungseinbrüche werden durch Tageswohnungseinbrecher begangen. In Wirklichkeit dürfte die Zahl sogar noch höher liegen, da bei Wohnungseinbrüchen – etwa auf Grund einer urlaubsbedingten Abwesenheit der Wohnungsinhaber – die genaue Tatzeit meist nicht feststellbar ist. Umfassende Informationen zum Thema Einbruchschutz erhalten Interessierte online auf www.k-einbruch.de – der Webseite der im Herbst 2012 von der Polizei und Kooperationspartnern aus der Wirtschaft gestarteten Einbruchschutzkampagne K-EINBRUCH.

Wie sicher sind Tresore?

Wertschutzschränke können von den Tätern sowohl am Aufstellungsort gewaltsam geöffnet als auch herausgerissen oder gar gesprengt, komplett abtransportiert und dann andernorts gewaltsam geöffnet werden. Die Täter gehen oft rücksichtslos und mit Brachialgewalt vor. Die Komplettentwendung kann in nur wenigen Minuten erfolgen. Der Sachschaden an Gebäuden liegt dabei oft weit über dem Wert des Diebesguts. Größere Geldmengen oder Sachwerte sollten möglichst nur kurzzeitig vor Ort aufbewahrt werden. Die sicherste Verwahrung ist nach Aussage der Polizei bei Geldinstituten.

Empfehlungen zur Vorbeugung

Neben Tresoren und Alarmanlagen sollte das Gebäude eine mechanische Grundsicherung aufweisen. Dazu gehört die Sicherung aller Außentüren/-toren, der Fenster, Kellerlichtschächte und anderer sicherheitsrelevanter Gebäudeöffnungen. Die Sicherungstechnik sollte nach dem Grundsatz funktionieren: Zuerst die Meldung/Alarmierung von der Einbruchmeldeanlage, bevor das mechanische Hindernis überwunden wurde. Fachbetriebe und die kriminalpolizeilichen Beratungsstellen informieren gerne über die individuellen Möglichkeiten zum Einbruchschutz. pm

© Schwäbische Post 25.10.2020 20:46
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