Polit-Thriller geht ins Oscar-Rennen

Julia von Heinz' „Und morgen die ganze Welt“ setzt sich gegen neun andere Bewerber aus Deutschland durch.
Der Spielfilm „Und morgen die ganze Welt“ der Regisseurin Julia von Heinz geht für Deutschland ins Oscar-Rennen. Der Streifen wurde unter zehn Bewerbern als Kandidat für die Kategorie „International Feature Film“ ausgewählt. Dies teilte German Films, die Auslandsvertretung des deutschen Films, am Mittwoch in München mit.

Im Mittelpunkt von „Und morgen die ganze Welt“ steht eine antifaschistische Jugendclique, die gegen Nazis und eine ziemlich rechte Partei kämpft. Deutscher Kinostart des Films, der auch im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele von Venedig lief, ist an diesem Donnerstag. Vor der Nominierung hatten sich mehrere andere prominente deutsche Regisseure Hoffnung auf Hollywood gemacht, unter anderem die Oscar-Gewinnerin von 2003, Caroline Link („Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“), Oskar Roehler („Enfant Terrible“) und Christian Petzold („Undine“).

Ob der deutsche Beitrag tatsächlich offiziell für den Oscar nominiert wird, steht noch nicht fest: Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS) wählt aus allen internationalen Bewerbungen fünf Filme aus – eine Hürde, an der Nora Fingscheidt mit „Systemsprenger“ im vergangenen Jahr gescheitert war. Wer dieses Jahr nominiert wird, wird am 5. Februar 2021 bekanntgegeben. Die Oscars werden dann am 25. April 2021 verliehen.

Letzter deutscher Gewinner in der internationalen Kategorie war 2007 Florian Henckel von Donnersmarcks DDR-Thriller „Das Leben der Anderen“. dpa
© Südwest Presse 29.10.2020 07:45
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