Finanzaffäre endet mit Nachzahlung

Erzbistum Freiburg muss 10,8 Millionen Euro überweisen. Erzbischof Stephan Burger gibt Fehler zu.
Das Erzbistum Freiburg muss im Zuge seiner Finanzaffäre wegen nicht korrekt abgeführter Sozialversicherungsbeiträge 10,8 Millionen Euro an die Deutsche Rentenversicherung nachzahlen. Die Summe setzt sich nach Angaben der katholischen Erzdiözese aus regulären Nachzahlungen in Höhe von rund 6 Millionen Euro sowie weiteren 4,8 Millionen Euro an Säumniszuschlägen zusammen.

Damit endet die vor rund drei Jahren öffentlich gewordene Affäre für das Erzbistum, das aus Angst vor einer deutlich deftigeren Nachzahlung zwischenzeitlich einen dreistelligen Millionenbetrag zurückgestellt hatte.

Im Oktober 2017 hatte das Erzbistum eingeräumt, Beiträge von Beschäftigten zur gesetzlichen Rentenversicherung über viele Jahre hinweg nicht korrekt abgeführt zu haben – die Prüfungen dazu dauerten bis jetzt.

Die Prüfungen der Rentenversicherung drehten sich nach Bistumsangaben vor allem um die Frage, ob in der Erzdiözese alle vorgeschriebenen Sozialversicherungsabgaben und die damit einhergehende Lohnsteuer korrekt ermittelt und abgeführt worden seien.

Erzbischof Stephan Burger sagte, dass in seinem Bistum Fehler gemacht und daher auch zurecht beanstandet worden seien: „Wir haben viele Maßnahmen ergriffen, um diese Fehler zu beheben und werden auch dafür Sorge tragen, solche Fehler zukünftig zu vermeiden.“ dpa
© Südwest Presse 29.10.2020 07:45
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