Querpass

„Diego“ trifft großen Diego

  • über eine kuriose Begegnung in Japan Foto: Gerold Knehr
Kinder , die dieser Tage zur Welt kommen, haben gute Chancen, eine echte Fußballgröße zu werden. Schließlich zählen gleich drei Ende Oktober Geborene zu Weltstars in ihrem Metier. Diego Maradona feiert an diesem Freitag seinen 60. Geburtstag, Pele wurde in der vergangenen Woche 80, und der legendäre Fritz Walter, der Deutschland 1954 zum ersten WM-Titel geführt hatte, wäre am Samstag 100 Jahre alt geworden.

Guido Buchwald, unser schwäbischer Fußball-Recke, hat es nicht ganz in die Kategorie Superstar geschafft – obwohl er 1990 Weltmeister wurde. Vielleicht liegt's daran, dass er erst drei Monate später, am 24. Januar, Geburtstag feiert. Zum WM-Triumph in Rom trug er maßgeblich bei, indem er seinem Gegenspieler Maradona im Finale keinen Stich ließ. Seither trägt Buchwald den Spitznamen „Diego“.

Beim WM-Finale 2002 in Japan, als sich Deutschland und Brasilien gegenüber standen, kamen sich Maradona und Buchwald erneut nahe. Sie saßen in Yokohama auf der Tribüne, keine 50 Meter voneinander getrennt. „Dann kamen auf einmal viele Japaner auf uns zu. Die sind dann aber größtenteils nicht zu ihm, sondern zu mir gelaufen“, schmunzelt der ehemalige Japan-Profi (Urawa Red Diamonds) noch heute. „Da war er schon ein bisschen verwundert, er hatte sich schon in Pose gebracht.“
© Südwest Presse 30.10.2020 07:45
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