Lesermeinungen

Falsche Tests? Egal, die Panik geht weiter!

Zur Corona-Pandemie:

Im medialen Rausch(en) der zweiten Corona-Welle sind in den letzten Tagen zwei Meldungen etwas untergegangen: Sechs Fußballer des FC Heidenheim wurden positiv auf Covid-19 getestet, ein zweiter Test einen Tag später ergab bei allen ein negatives Ergebnis. Und kurz später wurde bei 60 Testergebnissen aus einem Augsburger Labor festgestellt, dass 58 davon falsch positiv waren.

Die Vorgänge rund um die Profifußballer (...) schrecken (...) auf, weil Otto Normalisolierter bei einem positiven Test zwei Woche in die Quarantäne gesperrt wird und sich nicht durch einen Zweittest wieder in die Freiheit zurücktesten kann. Unabhängig davon stellen sich aber viel brisantere Fragen: Treten solche Fehler noch häufiger auf? Sind die Testergebnisse durch diese Meldungen nicht grundsätzlich in Frage gestellt?

Denn was passiert da gerade: Bundes- und Landespolitik haben vor acht Monaten festgestellt, dass es ernst ist und sich in ihrer Angstblase eingeschlossen, aus der sie Daueralarm schlagen. Begründet werden die fortwährenden harten Restriktionen mit den Infektionszahlen basierend auf Testergebnissen, bei denen spätestens nach den beiden genannten Meldungen doch erhebliche Zweifel an der Zuverlässigkeit begründet sind. (...). Wie die Letalität bestimmen, wenn man die Anzahl der Infizierten gar nicht kennt? Wie die Quote positiver Tests, wenn eine erhebliche Menge davon gar nicht positiv ist? Sind die sich tatsächlich überall deutlich füllenden Intensivbetten tatsächlich Covid-19-Patienten oder wurde hier auch falsch getestet?

Aber: Politik und Medien haben es gern einfach, griffig und reißerisch. Also starrt man weiter nur auf Infektionszahlen (...), macht Sie zum Taktgeber des gesamten gesellschaftlichen Lebens und fährt Staatsfinanzen im Rekordtempo an die Wand, ruiniert ganze Wirtschaftszweige, entfernt Kultur aus der Gesellschaft, erstickt Sport, Geselligkeit und soziales Leben im Keim. Perspektiven für einen differenzierteren Umgang mit der Krankheit, die nun wohl dauerhaft Teil unseres Lebens ist und mit der wir angemessen und souverän umzugehen lernen müssen? Ein Umgang, der Risikogruppen schützt, ohne die ganze Gesellschaft in Gruppenhaft zu nehmen? Fehlanzeige.

Dabei gibt es inzwischen genügend anerkannte Experten, die solche Ideen haben (Streeck, Gassen, Schmidt-Chanasit, usw.). Eine Politik, die so wenig differenziert handelt, wird ihrer Verpflichtung dem Gemeinwohl gegenüber in keinster Weise gerecht, versündigt sich an unzähligen Existenzen und bekommt früher oder später die verdiente Quittung präsentiert. Und die vierte Macht im Staate, die Medien? Sie schaffen es nicht, solche Ungereimtheiten wie eben falsche Testergebnisse sauber auszurecherchieren und damit das Maß an Transparenz zu erzeugen, das wir für eine dauerhafte Akzeptanz von einschneidenden Maßnahmen zwingend brauchen. Währenddessen entsteht unermesslicher Schaden an allen Fronten. Es ist nur noch zum Verzweifeln.

© Schwäbische Post 02.11.2020 18:21
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Kommentare

In my humble opinion

Tobias Dambacher schrieb am 05.11.2020 um 15:15

Sehr geehrte Kommentatorinnen und Kommentatoren,
...
dieses Thema ist nun ausgiebig diskutiert - und bitten, Ihre Diskussion an dieser Stelle zu beenden.

Nun, Covid-19 wird uns noch eine geraume Zeit begleiten und dominieren, und mindestens ebenso lange werden hier unterschiedliche Meinungen und Ansichten/Einschätzungen aufeinander treffen. Ich denke, dass die Zeitung ( hier online ) doch im Grunde dankbar sein muss, wenn die Leser/die Kundschaft ein reges Interesse haben/hat und hier auf diesen Seiten kommentieren/kommentiert - und nicht nur auf Fatzebock, Zwitscher und sonstigen anderen Kanälen, wovon diese Zeitung hier nun mal gleich garnichts hat. Aber klar, die Diskussion sollte nicht entgleisen und quasi auf dem Schrottplatz enden, soviel Selbstbeherrschung sollte schon bei den Formulierungen sein. Aber wie bei jedem Gericht, ein bisschen Schärfe und Würze tut immer gut.

Tobias Dambacher Redakteur

Sehr geehrte Kommentatorinnen und Kommentatoren,

wir haben die letzten Beiträge in diesem langen Thread entfernt und verweisen auf unsere Nutzungsrichtlinien: keine Beleidigungen und keine anderweitigen inakzeptablen Inhalte. Unter anderem haben wir einen zweifelhaften Link entfernt, den Sie - wenn Sie das für nötig halten - in Ihren privaten Kanälen verbreiten können, aber nicht hier. Wir denken, dieses Thema ist nun ausgiebig diskutiert - und bitten, Ihre Diskussion an dieser Stelle zu beenden.

Karin Hofmann

Hallo Herr Lange,

Sie schreiben man "starrt weiter auf Infektionszahlen, erstickt Sport, Geselligkeit.." und finden dies unpassend? Sehen Sie der Wahrheit ins Auge (vielleicht Brille aufsetzen):

Die aktuelle Situation: 20.000 Covid-Infektionen/Tag in Deutschland. Hotspots überall. Die Intensivbetten der Berliner-Charitée sind voll, es gibt kaum mehr Platz für zu beatmende Patienten und es wird "sortiert" werden müssen. Wer ist es wert beatmet zu werden, wen lassen wir sterben? Der Chefarzt hat damit ein großes Problem. In vielen anderen Kliniken der hotspots sieht es genauso aus, Patienten werden in andere Krankenhäuser verlagert, die noch Betten frei haben. Es sind wenig Betten frei für andere Intensivpatienten (Herzinfarkt, Schlaganfall, Unfälle), wohin mit diesen? Unsere intensivmedizinischen Abteilungen sind am Limit und werden zusammenbrechen, vom fehlenden Personal ganz zu schweigen.

Sie getrauen sich, dann von weiterem Sport und weiterer Geselligkeit zu sprechen? Sie sollten sich schämen, Herr Lange.

Karin Hofmann

Frieder Kohler schrieb am 05.11.2020 um 10:29

Diese Versuche sind nicht strafbar, aber häufig fehlerhaft. Auch Sie wissen doch um Ihr Nichtwissen, wissen jedoch, dass alte Denkstrukturen, tradierte Verhaltensmuster, überlieferte Wertesysteme nicht mehr in der Lage sind, die ökonomischen und ökologischen Probleme unserer Gegenwart und Zukunft zu lösen (aus dem Zettelkasten 1993). Deshalb steht im Zentrum jeglichen Führens, auch im "Führen durch das Wort", Information und Kommunikation. Auch Ärzte halten Verbindung zu den Fachärzten, diese sind sich nicht zu schade, auf uraltes Wissen der alternativen Medizin, auf Heiler und Heilpraktiker "zurück"-zu-greifen, verzichten nicht auf Bleistift und Papier, obwohl ihre Mitarbeiter zur Problemlösung auf Datenbanken aller Kontinente zugreifen können! Meine besten "Datenbanken" sind im persönlichen Umfeld zu finden: qualifizierte Fachleute, Menschen, welche bereit und in der Lage sind, für mich "Übersetzer" ihrer Berufsanforderungen zu sein: das sind moderne Heizkraftwerke zum Aufladen der Lebensenergie!

Auch dieser Beitrag geht ins Home Office der Schüler, die täglich erfahren, "dass wir alle sitzen im gleichen Zug, aber viele im falschen Coupe´". Max und Moritz bestreiten Kästners Aussage, erleben Sie  doch Trittbrettfahrer auf der Schmalspur... 

Nun, das hilft auch nicht weiter... Es geht i.M nicht um ökonomische oder ökologische Probleme!

Kommen wir doch zum Ausgangsthread von Herrn Lange zurück: Er bezeichnet die Medien als "griffig, einfach und reisserisch",sieht sie als "mediales Rauschen", nimmt sie nicht ernst und redet von einer "Angstblase". Die Angst, bei kurz vor 20.000 Infektionen/Tag war eine "Blase"? Sie ist geplatzt. Wir werden uns in Zukunft noch mehr einschränken müssen und ICH glaube und hoffe, daß es ENDLICH einen Shut-Lockdown gibt um diese Infektionszahlen wieder auf den Stand vom Mai zu bringen.

Frieder Kohler

In my humble opinion schrieb am 04.11.2020 um 18:36

Ich setze für eine sinnvolle Kommunikation keine vorherigen Informationen aus Links ( auf fremde Äußerungen oder eigene Beiträge ) voraus und auch nicht das vorherige Lesen irgendwelcher Bücher, ich bemühe mich, einen Sachverhalt so darzustellen, dass er aus sich heraus verständlich ist - naja, das gelingt nicht immer, aber ich versuche es. Das hat für den geneigten Leser den Vorteil, dass er dem Beitrag ohne die vorherige Kenntnis von Sekundärliteratur folgen kann.

Diese Versuche sind nicht strafbar, aber häufig fehlerhaft. Auch Sie wissen doch um Ihr Nichtwissen, wissen jedoch, dass alte Denkstrukturen, tradierte Verhaltensmuster, überlieferte Wertesysteme nicht mehr in der Lage sind, die ökonomischen und ökologischen Probleme unserer Gegenwart und Zukunft zu lösen (aus dem Zettelkasten 1993). Deshalb steht im Zentrum jeglichen Führens, auch im "Führen durch das Wort", Information und Kommunikation. Auch Ärzte halten Verbindung zu den Fachärzten, diese sind sich nicht zu schade, auf uraltes Wissen der alternativen Medizin, auf Heiler und Heilpraktiker "zurück"-zu-greifen, verzichten nicht auf Bleistift und Papier, obwohl ihre Mitarbeiter zur Problemlösung auf Datenbanken aller Kontinente zugreifen können! Meine besten "Datenbanken" sind im persönlichen Umfeld zu finden: qualifizierte Fachleute, Menschen, welche bereit und in der Lage sind, für mich "Übersetzer" ihrer Berufsanforderungen zu sein: das sind moderne Heizkraftwerke zum Aufladen der Lebensenergie!

Auch dieser Beitrag geht ins Home Office der Schüler, die täglich erfahren, "dass wir alle sitzen im gleichen Zug, aber viele im falschen Coupe´". Max und Moritz bestreiten Kästners Aussage, erleben Sie  doch Trittbrettfahrer auf der Schmalspur... 

In my humble opinion

Frieder Kohler schrieb am 04.11.2020 um 10:05...

Ich setze für eine sinnvolle Kommunikation keine vorherigen Informationen aus Links ( auf fremde Äußerungen oder eigene Beiträge ) voraus und auch nicht das vorherige Lesen irgendwelcher Bücher, ich bemühe mich, einen Sachverhalt so darzustellen, dass er aus sich heraus verständlich ist - naja, das gelingt nicht immer, aber ich versuche es. Das hat für den geneigten Leser den Vorteil, dass er dem Beitrag ohne die vorherige Kenntnis von Sekundärliteratur folgen kann.

Frieder Kohler

Karin Hofmann schrieb am 04.11.2020 um 16:58

Ein Nachtrag, Herr Kohler,

ich kann es mir nicht verkneifen, Ihnen ein Beispiel zu einem besonderen Marathon zu nennen (falls dies ernstgemeint war):

Der Marathonmann - "Sein letztes Rennen" mit Didi Hallervorden. Eine ergreifende Geschichte. Erst, nachdem er, noch einmal, die Ziellinie (wie früher), als Sieger, erreicht hatte, vom Publikum tosenden Applaus bekam, konnte er sich zur Ruhe setzen. Er hatte das Glück tosenden Applaus zu bekommen, was hier in den Kommentaren sehr schwer wird. 

Neugierig (offen sein, wach und beweglich) sind Sie, Frau Hofmann und deshalb auch eine Antwort auf Ihre Bemerkungen:  Diese Zeile -03.11.2020 um 17:47 Uhr- führt zur Wolfsspur! In die (geistige) Nahrungskette von Ernst Wolff wollte ich die Leser*Innen einweisen, nicht an den berühmt, berüchtigten "Mischa" Wolf erinnern.. Meine Jungschar sind Nachkommen meiner Freunde (jetzt auch Großeltern und Eltern geworden) und deren Freunde, die mit meiner Familie über Jahrzehnte Freud und Leid teilen. Die Grundlage der bis heute gelebten Anteilnahme am Leben der Anderen wurde am Lagerfeuer gelegt mit dem Motto:"Laut denken mit Freunden!" Neben körperlicher Bewegung (vom Federball zu Hand- und Volleyball, Wandern und Schwimmen, Ski Alpin und Langlauf bis in die Altersklassen) wurde auch Literatur und Gesang gepflegt. Gut essen hieß das Leibgericht und das Viertele für die Erwachsenen führte in die Kostbarkeiten vom Bodensee bis zur Nord- und Ostsee. Die jetzigen Väter besuchen nicht nur Baden-Württemberg, sie sind berufsbedingt in der großen weiten Welt unterwegs, die Treffen werden weniger, der "heiße Draht" moderner Technologie informiert die Alten und Jungen auf dem immer schneller werdenden "laufenden Band"! Lange schon ist aus den ehemals Lehrenden ein Kreis Lernender geworden. Lernen durch Wiederholung wurde weitergegeben, die jetzt 12jährigen "sticheln" schon :"Lesen bekämpft die Dummheit!" Und wieder fällt mir das Lied von der Moldau ein - wer erinnert sich?

Karin Hofmann

Ein Nachtrag, Herr Kohler,

ich kann es mir nicht verkneifen, Ihnen ein Beispiel zu einem besonderen Marathon zu nennen (falls dies ernstgemeint war):

Der Marathonmann - "Sein letztes Rennen" mit Didi Hallervorden. Eine ergreifende Geschichte. Erst, nachdem er, noch einmal, die Ziellinie (wie früher), als Sieger, erreicht hatte, vom Publikum tosenden Applaus bekam, konnte er sich zur Ruhe setzen. Er hatte das Glück tosenden Applaus zu bekommen, was hier in den Kommentaren sehr schwer wird. 

Karin Hofmann

Frieder Kohler schrieb am 04.11.2020 um 10:05

Meine ehemalige Jungschar versteht so z.B. sofort das Bild Wolff/Widder als Leseaufforderung 

Hallo Herr Kohler,

gerne will ich Ihren Gedanken immer wieder folgen, es fällt mir schwer. Unbedarft, neu hinzugezogen wie ich bin: Wer ist denn nun diese "Jungschar"? Ist es eine politische Gemeinschaft, die Pfadfinder, ein Lesezirkel oder Ihre ehemaligen Schüler (die heute erwachsen sind...)??? 

Eine Leseaufforderung zum Bild Wolff/Widder ist für Schüler sicher gut geeignet. Ich, und ich denke viele andere Leser sind damit überfordert. Bitte sprechen Sie doch in "verständlichen" Erklärungen mit uns, damit wir verstehen können. 

Ich verstehe Sie sehr gut, daß, wenn man Marathon in irgendeiner Form gelaufen ist, es unheimlich schwer fällt seine Energie, sein Wissen "an den Mann/Frau/divers" zu bringen ohne zu überfordern. Es muss ja an die Öffentlichkeit! Da fühle ich mich Ihnen ähnlich. Also ICH halte Sie  kommentatorisch immer wieder aus, kann ich dann doch Widerstand geben und MEINEN Marathon laufen. Gruss.

Frieder Kohler

In my humble opinion schrieb am 03.11.2020 um 23:35

'Meinung' hat seinen Ursprung in 'Minne' und ist dem Sinne nach das, was ich ( vulgo 'man' ) gerne mag/hören möchte.
'Streit' bedeutete früher 'kriegerische Aktion'.

Wenn wir uns also hier auf 'Ansichten austauschen' und 'gegensätzlicher Ansicht sein ( lassen )' einigen können, bin ich sofort dabei. Der Fortschritt entsteht immer nur aus dem Austausch unterschiedlicher Ansichten derselben Angelegenheit. Die Natur macht es uns vor: Aus der Vielfalt in der Einheit entsteht Neues, wir nennen es Evolution und nur so haben 'wir' es vom Urschleim bis zum homo sapiens sapiens geschafft.

Sie "brauchen keine Links irgendwohin" und sind doch sofort dabei, "Ansichten auszutauschen". Dadurch entstehen folgerichtig "Lückentexte"! Meine ehemalige Jungschar versteht so z.B. sofort das Bild Wolff/Widder als Leseaufforderung des o.a. links und erinnert sich dabei an

https://www.schwaebische-post.de/leserbeitraege/stoerenfrieder-in-diesem-und-jedem-jahr/1855432/ und bestimmt an Sprache und Denken (https://www.schwaebische-post.de/1501556/ )!

"Kein Mensch muss müssen" ist Ihnen bekannt, doch ich lese regelmäßig Ihre Beiträge auch in der SchwäPo, da Sie (auch) örtliche Themen bearbeiten, welche von der Redaktion nicht oder mit einer anderen Sichtweise dargestellt werden.

Ein Buch, das eine bekannte "Mitstreiterin" erwartet (?), kann auch für den Freundeskreis nur Entwurf bleiben. Der Einsatz für meinen schwerbehinderten Sohn (33 Jahre!) zehrt an den Kraftreserven, der "Marathonmann" ist altersgemäß ein Beobachter der "Evolution" geworden!

In my humble opinion

Frieder Kohler schrieb am 03.11.2020 um 22:44

...
Doch wenn wir die Demokratie erhalten wollen, müssen Meinungen ausgetauscht werden, und dazu ist streiten erlaubt, ja notwendig!

'Meinung' hat seinen Ursprung in 'Minne' und ist dem Sinne nach das, was ich ( vulgo 'man' ) gerne mag/hören möchte.
'Streit' bedeutete früher 'kriegerische Aktion'.

Wenn wir uns also hier auf 'Ansichten austauschen' und 'gegensätzlicher Ansicht sein ( lassen )' einigen können, bin ich sofort dabei. Der Fortschritt entsteht immer nur aus dem Austausch unterschiedlicher Ansichten derselben Angelegenheit. Die Natur macht es uns vor: Aus der Vielfalt in der Einheit entsteht Neues, wir nennen es Evolution und nur so haben 'wir' es vom Urschleim bis zum homo sapiens sapiens geschafft.

Frieder Kohler

In my humble opinion schrieb am 03.11.2020 um 21:56

Ich kann Ihren hiesigen Gedankengang bei allem ernsthaften Bemühen nicht ganz folgen, mir scheint, dass Sie wesentliche Teile Ihrer Argumentation als allseits bekannt voraussetzen und deshalb nicht erwähnen, was dann für einen außen stehenden Leser einen Lückentext darstellt.

Wie dem auch sei, ich brauche keine Links irgendwohin, um meine Ansichten gewichtig zu machen, ich nehme Zahlen und Fakten und bewerte sie entsprechend meinem Verständnis von Wissenschaft und Technik, von Ursache und Wirkung.

Insofern betrachte ich „über Sinn und Unsinn ihrer Erkenntnisse streitende Wissenschaftler“ in dieser Formulierung als Nebendarsteller der Geschichte. „Streit“ und „Meinung“ sind keine wissenschaftlichen Kategorien.

"Wenn ein Löwe sprechen könnte, wir würden ihn nicht verstehen". schreibt Wittgenstein und auch ihm wird häufig widersprochen. Natürlich ist Ihr Verständnis über Theorie und Praxis, Wissenschaft und Glaube, Dokumentation zu Phantasie/Fantasie oder Abbild zu Sinnbild in vielen Bereichen von meinem Verständnis grundverschieden (Gott sei Dank, gelle)!Das Virus ist Hauptdarsteller, wir Menschlein sind nur Statisten. Doch wenn wir die Demokratie erhalten wollen, müssen Meinungen ausgetauscht werden, und dazu ist streiten erlaubt, ja notwendig!

Karin Hofmann

Frieder Kohler schrieb am 03.11.2020 um 17:47

...Entschlussfassung für die verantwortlichen Politiker zu finden...dass "Pendeln" Ergebnisse bringt...Glaubenskrieg...Esoterik...Grenzwissenschaften... Wissenschaftler... Grenzen...Sinn... Unsinn... Erkenntnisse..

Herr Kohler, wann erscheint denn nun endlich Ihr Buch?

In my humble opinion

Frieder Kohler schrieb am 03.11.2020 um 17:47
... sondern Widder und deshalb geübt im Einstecken und Austeilen!

Ich kann Ihren hiesigen Gedankengang bei allem ernsthaften Bemühen nicht ganz folgen, mir scheint, dass Sie wesentliche Teile Ihrer Argumentation als allseits bekannt voraussetzen und deshalb nicht erwähnen, was dann für einen außen stehenden Leser einen Lückentext darstellt.

Wie dem auch sei, ich brauche keine Links irgendwohin, um meine Ansichten gewichtig zu machen, ich nehme Zahlen und Fakten und bewerte sie entsprechend meinem Verständnis von Wissenschaft und Technik, von Ursache und Wirkung.

Insofern betrachte ich „über Sinn und Unsinn ihrer Erkenntnisse streitende Wissenschaftler“ in dieser Formulierung als Nebendarsteller der Geschichte. „Streit“ und „Meinung“ sind keine wissenschaftlichen Kategorien.

Frieder Kohler

In my humble opinion schrieb am 03.11.2020 um 15:59

Ist dieser "Link" auf den Betreiber "Verein Corona-Reset" das einzige, was Sie dazu bieten können?

Mit Abstand und Anstand einschl. Mund-Nasen-Schutz ging ich davon aus, dass Sie sich mit Lagebildern  der Lager beschäftigen und bin deshalb nicht enttäuscht, dass Sie weitere Lieferungen anfordern!? Im Ernst, Ihre Zeit würde zur Analyse der Regierungsmeldungen und "Verschwörungswissenschaftlern" aus allen Erdteilen (auch) nicht ausreichen, festen Boden in der Entschlussfassung für die verantwortlichen Politiker zu finden. Mein Hinweis im Frühjahr, dass "Pendeln" Ergebnisse bringt, das dem "Glaubenskrieg" der Virologen entspricht, wurde von einem Leser auf die Ebene der Esoterik gehoben. Er hatte Schwierigkeiten mit den Grenzwissenschaften - und heute streiten Wissenschaftler über die Grenzen, Sinn und Unsinn ihrer Erkenntnisse. Virologen logen? Sicher nicht, Sie mußten wie wir/ich täglich dazu lernen!

[Link zu zweifelhaftem Link entfernt]

In my humble opinion

Frieder Kohler schrieb am 03.11.2020 um 13:11

Eine Grundlage für die (weitere) Diskussion ...

Ist dieser "Link" auf den Betreiber "Verein Corona-Reset" das einzige, was Sie dazu bieten können?

Frieder Kohler

In my humble opinion schrieb am 03.11.2020 um 03:56

Das ist sicher in gewisser Weise richtig, aber Politik und Medien passen sich damit zum großen Teil auch dem Niveau ihrer "Kundschaft" an. 

Diese "Kundschaft" können wir sehen, wenn ein vermeintliches 'Recht auf freies Feiern' als Grundrecht eingefordert wird, wenn von gewissen Köchen andere Süppchen gekocht werden und als Verschwörungsmythen auf der Speisekarte stehen, wenn gewisse Kreise 'Klarheit' und damit simple schwarz-weiß-Aussagen 'fordern', wo es doch 256 Graustufen zwischen 'gut' und 'böse' gibt.

Ein Hinweis zur Politik: WIR Wähler haben die Politiker in freien und geheimen Wahlen gewählt, die Politiker entstammen 'der Mitte der Bevölkerung', worüber beschweren wir uns dann, über uns selbst?
Dazu gilt nach wie vor die demokratische Erkenntnis, dass die Mehrheit ( unter verhältnismäßiger Beachtung der Minderheiten ) die Richtung entscheidet, dass die politische Richtung nicht von der Lautstärke der Minderheit definiert wird.

Es ist immer ganz leicht, etwas "anderes" zu fordern, wenn man nichts dazu sagt, was das "andere" denn konkret sein soll, wie es durchzuführen sei, nicht nur, um etwas "anderes" als Selbstzweck zu machen, sondern, um das Ziel ( hier: Eindämmung des Sars-CoV-2 ) zu erreichen.

Und eins: Ein Versehen oder eine Schlamperei in einem Labor können Sie nun wahrlich nicht der Politik anlasten, als angeblichen Beweis für deren Unfähigkeit zitieren.

Eine Grundlage für die (weitere) Diskussion betreff: BMG/BMI: Lagebild des Krisenstabs gelangt an die Öffentlichkeit – Corona Transition
https://corona-transition.org/bmg-bmi-lagebild-des-krisenstabs-gelangt-an-die-offentlichkeit

In my humble opinion

Aber: Politik und Medien haben es gern einfach, griffig und reißerisch.

Das ist sicher in gewisser Weise richtig, aber Politik und Medien passen sich damit zum großen Teil auch dem Niveau ihrer "Kundschaft" an. 

Diese "Kundschaft" können wir sehen, wenn ein vermeintliches 'Recht auf freies Feiern' als Grundrecht eingefordert wird, wenn von gewissen Köchen andere Süppchen gekocht werden und als Verschwörungsmythen auf der Speisekarte stehen, wenn gewisse Kreise 'Klarheit' und damit simple schwarz-weiß-Aussagen 'fordern', wo es doch 256 Graustufen zwischen 'gut' und 'böse' gibt.

Ein Hinweis zur Politik: WIR Wähler haben die Politiker in freien und geheimen Wahlen gewählt, die Politiker entstammen 'der Mitte der Bevölkerung', worüber beschweren wir uns dann, über uns selbst?
Dazu gilt nach wie vor die demokratische Erkenntnis, dass die Mehrheit ( unter verhältnismäßiger Beachtung der Minderheiten ) die Richtung entscheidet, dass die politische Richtung nicht von der Lautstärke der Minderheit definiert wird.

Es ist immer ganz leicht, etwas "anderes" zu fordern, wenn man nichts dazu sagt, was das "andere" denn konkret sein soll, wie es durchzuführen sei, nicht nur, um etwas "anderes" als Selbstzweck zu machen, sondern, um das Ziel ( hier: Eindämmung des Sars-CoV-2 ) zu erreichen.

Und eins: Ein Versehen oder eine Schlamperei in einem Labor können Sie nun wahrlich nicht der Politik anlasten, als angeblichen Beweis für deren Unfähigkeit zitieren.

Karin Hofmann

Hallo Herr Lange,

es gibt solche und solche Theorien und Empfehlungen verschiender Virologen. Als Bürger kann man nur hoffen, daß unsere Regierung weiss was sie tut und wem sie vertraut. Daran zweifle ich immer mehr. Millionen Tests, die falsche Ergebnisse bringen und wenn positiv: Der superspreader kann schwer gefunden werden. Und morgen ist der Test negativ.

Nur in einem strickten Shut-Lockdown 4 Wochen sähe ich eine gute, eindämmende Maßnahme. 

Nun haben wir den SMART-Lockdown, ein einziger Flickenteppich der verschiedenen Bundesländer:

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_88852916/corona-massnahmen-welche-regeln-ab-montag-in-ihrem-bundesland-gelten.html

Kein Mensch weiss, was denn nun gilt. Selbst Kantinen dürfen offen sein, während unsere Restaurants und Gaststätten trotz strikt eingehalter Hygiene- und Abstandsmaßnahmen schliessen mussten. Zur Versorgung der "hungernden Menschen" sind vor Märkten seit heute Imbisswägen entstanden, die Fastfood, Döner, Kebab, Pizza "to go" anbieten, das große Geschäft machen, während unsere Restaurants in die Insolvenz gehen. Abstand vor den Imbissen, Sicherheitsmaßnahmen? Fehlanzeige. Hungrige Menschen ignorieren dies und stehen ohne Maske in der Schlange. Kontrolle? Fehlanzeige. Handwerker stehen in Gruppen ohne Maske (aus 2 Haushalten..?) beieinander. Abstand? Fehlanzeige. 

Nein, so haben wir das nicht gewollt. Wegen einem halbherzigen Flickenteppich das ganze Leben für 4 Wochen aufgeben? Für diesen Flickenteppich mussten unsere Gaststätten und Restaurants schliessen? Auch ich bin wütend, unheimlich wütend.

Wie sagte Merkel heute, mal wieder in einer ihrer "pastorischen" Reden: "Das Virus bestraft Halbherzigkeit". Da sollte sie sich zu diesem Slow-Lockdown-Flickenteppich an der eigenen Nase packen, ganz, ganz fest. Auch ich fühle mich "verarscht", so wie viele.

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