Leserbeitrag von In my humble opinion

Stadt soll auf Fremdfirmen verzichten ( P-GT vom 5. November 2020, S. 9)

>Reinhard Langer vom Amt für Gebäudewirtschaft und der Chef des Baubetriebsamts, Friedrich Mayer, nannten die Details. So liegen die Kosten bei eigener Reinigung bei 34 Euro pro Stunde, bei der Vergabe bezahlt die Stadt 24 Euro.<

Ich habe da mal eine Frage ….

Wenn die Arbeiten durch „die Stadt“ durchgeführt werden, liegt der Stundensatz ganze 10 € höher, als wenn die gleiche Arbeit durch eine Fremdfirma durchgeführt wird, und das, obwohl doch die Fremdfirma Profit machen muss und auch deren Chef seine Gage haben will und die Sachkosten/Investitionen/Abschreibungen sind ja wohl auch nicht deshalb niedriger, nur weil es „privat“ ist. Wenn schon „Details“ genannt werden, könnte bitte auch mal die Berechnung dieser doch erstaunlich unterschiedlichen Stundensätze öffentlich offengelegt werden?

Oder wird hier nach dem Motto gehandelt: "Natürlich bin ich bereit, für artgerechte Tierhaltung mehr zu bezahlen", dreht sich um und kauft das Billigfleisch-Sonderangebot aus der Massentierhaltung?

© In my humble opinion 06.11.2020 01:24
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Kommentare

In my humble opinion

manu schrieb am 06.11.2020 um 18:12...
Es wird vermutet, dass die Leistungswerte, die der Wettbewerb anbietet, kaum ein Arbeitsleben lang zu schaffen sind
...

Da bleibt mir nur der Gedanke, dass die ausgepowerten AN dann an Stellen eingesetzt werden, wo nicht so viel unter den Teppich gekehrt werden muss ...

( Ich bitte die Reinigungskräfte um Entschuldigung für diesen Scherz, weil - sie reinigen ja und kehren nicht nur. )

manu

Es kommt noch ein weiteres hinzu. In der Vorlage der Stadt steht auf Seite 6:

Die Fremdreinigung leistet pro Stunde und bei Betrachtung eines gesamten Ge-
bäudes mindestens 9%, durchschnittlich ca. 45 % mehr.

Und weiter auf Seite 14:

Es wird vermutet, dass die Leistungswerte, die der Wettbewerb anbietet, kaum ein Arbeitsleben lang zu schaffen sind.

Wer das nicht glaubt:

https://bi.schwaebisch-gmuend.de/getfile.asp?id=100487&type=do

Ein Glück dass Die Linken-Fraktion da nicht locker lässt! Das ist moderne Sklaverei und einer Kommune, deren OB gerne die Tatsache, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinandergehe kritisiert, keinesfalls würdig und hinzunehmen.

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