Gmünd braucht Grundstücke für die Aufforstung

Zum Thema Forst:

Das war einmal eine gute Nachricht aus dem Gemeinderat, etwas Konkretes, Handfestes, Wirkliches gegen den Klimawandel zu tun! Ich möchte das mit einer seriösen Studie belegen, und zwar von der Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH – das Crowther Lab): Sie kommt mit folgender Aussage in die Öffentlichkeit, dazu in der seriösen Zeitschrift „Science“ (Naturwissenschaft):

Bäume haben das Potential, Zweidrittel der klimaschädlichen CO2-Emissionen aufzunehmen! Die Erde sei derzeit mit 2,8 Milliarden Hektar Wald bedeckt – und eine zusätzlich Bepflanzung mit ca. 900 Millionen Hektar durchaus möglich. Diese Flächen seien in Russland, den USA, Kanada, Australien, Brasilien und China zu finden. Jedoch sei die Baumdichte in den nördlichen Ländern deutlich niedriger als in den tropischen Wäldern, wo aber ein besonderer Raubbau betrieben werde. Das erst jüngst so hochgelobte Freihandelsabkommen der EU mit den südamerikanischen Staaten (Mercosur) wird sich daher klimapolitisch negativ auswirken, denn um mehr Rindfleisch und Soja für den Export zu erzeugen, wird man dort rigoros weitere Urwaldflächen abholzen und mehr klimaschädliche Gase (Methan) hervorbringen! Und schon sorgt sich die deutsche Biospritindustrie um ihre Umsätze! Man erkennt sogleich die ganze Komplexität der Lage, wenn konkret Maßnahmen gegen den Klimawandel ergriffen werden sollen. Er, der Klimawandel, ist global, und er muss lokal und konkret in kleinen Schritten angegangen werden – auch dort, wo unser (Gmünder) Einfluss gleich null ist wie in Brasilien! Also, Ihr Gemeinderäte, stellt zusammen mit der Stadtverwaltung Grundstücke für die Aufforstung zur Verfügung!

© Schwäbische Post 20.11.2020 20:01
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Kommentare

In my humble opinion

Ich habe etwas im Internet gesucht und auch etwas gefunden:

>Zwischen 1991 und 2000 stieg die Gesamtfläche verlorenen Waldes in Amazonien von 415.000 auf 587.000 km², von 2000 – 2005 wurden weitere 111.960 km² abgeholzt und von 2005 – 2010 gingen weitere 95.090 km² verloren.<
Ich rechne mal dazu konservativ mit weiteren Verlusten in Höhe von 200.000 km² zwischen 2010 und 2020.


Das macht in Summe 994.000 km² verlorener Urwald in Amazonien, nach Afrika und Asien habe ich erst gar nicht gesucht.


Nur zum Vergleich, die Fläche
Deutschlands ist 357.386 km², die
Spaniens ist 505.990 km²,
in Summe 863.376 km²
oder
Frankreich mit 643.801 km², und
Italien mit 301.338 km²,
in Summe 945.139 km².

Es gibt also viel zu tun, fangt schon mal an!

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