Schule wird umbenannt

Gutachten: Dichter August Lämmle war Anhänger der Nazis.
Der Leonberger Gemeinderat hat beschlossen, dass eine nach dem Mundartdichter August Lämmle benannte Schule umbenannt werden muss. Der Name Lämmles wird auch von der Liste der Ehrenbürger gestrichen.

Die Entscheidung basiert auf einem Gutachten des Historikers Peter Poguntke, das die Rolle des schwäbischen Mundartdichters während des NS-Regimes neu bewertet: „In der NS-Zeit stilisierte sich Lämmle – aus welchen Gründen auch immer – als bedingungsloser Anhänger der NS-Ideologie und des NS-Staates mit Adolf Hitler an der Spitze, ohne dass es für ihn die Notwendigkeit gegeben hätte.“

Zwei nach Lämmle benannte Straßen sollen ihre Namen behalten. Dort sollen jedoch Tafeln über seine NS-Vergangenheit aufklären. dpa
© Südwest Presse 21.11.2020 07:45
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