Fernunterricht: Was sich ab einer Inzidenz von 300 an Schulen ändert

Pandemie Das Kultusministerium veröffentlicht die „Hotspot-Strategie“ für Schulen, wenn der Kreis eine 7-Tage-Inzidenz von 300 erreicht - für wen die Regeln nicht gelten.

  • Fernunterricht ist angesagt, sobald die 7-Tage-Inzident über 300 steigt. Symbolfoto: pixabay

Stuttgart

Das Kultusministerium hat Schulen über die Regeln für den Unterricht in Stadt- oder Landkreisen, in denen die 7-Tages-Inzidenz auf über 300 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner steigt, informiert. In diesen „Hotspots“ gilt ab der 8. Klasse Fernunterricht, mit Ausnahme der Abschlussklassen. Das teilt das Ministerium am Donnerstag mit.
 
Vor dem Hintergrund der Entwicklung des Infektionsgeschehens verständigt sich die Landesregierung auf eine erweiterte „Hotspot-Strategie“ mit Beschränkungen für Stadt- oder Landkreise, in denen die 7-Tages-Inzidenz auf über 300 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner steigt. Über die entsprechenden Maßnahmen für die Schulen in diesen Regionen hat das Kultusministerium bereits gestern alle Schulen im Land informiert. 

Alle allgemein bildenden und beruflichen Schulen gehen ab der Klassenstufe 8 vollständig in den Fernunterricht über. Diese Regelung gilt für die betroffenen Stadt- oder Landkreise spätestens ab dem kommenden Montag,  14. Dezember. 

Ausgenommen von dieser Regelung sind folgende Schülerinnen und Schüler beziehungsweise Klassen: 

  • Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 9 der Hauptschule, Werkrealschule, Realschule und Gemeinschaftsschule, die im Schuljahr 202012021 die Abschlussprüfung ablegen,

  • Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10 der Hauptschule, Werkrealschule, Realschule und Gemeinschaftsschule, die im Schuljahr 202012021 die Abschlussprüfung ablegen,

  • Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10 in zieldifferenten inklusiven Bildungsangeboten, die sich auf ein nahtlos anschließendes Bildungsangebot vorbereiten,

  • Schülerinnen und Schüler der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren,

  • Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 und 2 des allgemein bildenden Gymnasiums, des beruflichen Gymnasiums und der Gemeinschaftsschule,

  • Schülerinnen und Schüler der berufsvorbereitenden Bildungsgänge.

  • Abschluss- und Prüfungsklassen der beruflichen Schulen (Ausnahmen hiervon sind unter anderem einjährige Berufsfachschulen oder Berufskollegs). 

Für den Zeitraum des Fernunterrichts müssen in den betroffenen Klassenstufen bereits geplante Klassenarbeiten abgesagt werden. Sind diese für die Notenbildung zwingend erforderlich, sollen die Klassenarbeiten, sobald wieder Präsenzunterricht an der Schule möglich ist, nachgeholt werden. Sobald die 7-Tage-Inzidenz wieder unter die 300-Inzidenz fällt, gelten für die Rückkehr zum Präsenzunterricht erneut die Regelungen der Corona-Verordnung Schule. 

© Schwäbische Post 10.12.2020 12:45
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