Ab heute: Baden-Württemberg erlässt landesweite Ausgangsbeschränkungen

Corona Ministerpräsident Winfried Kretschmann informiert über den weiteren Kurs zur Eindämmung der Pandemie.

Stuttgart. Ministerpräsident Winfried Kretschmann informierte am Freitagmittag über neue Maßnahmen, um das Infektionsgeschehen einzudämmen:

"Die Zahl der Infizierten nimmt wieder sehr stark zu", sagt Kretschmann. Am Donnerstag hab es 4200 Neuinfektionen und am Mittwoch ebenfalls über 4000. Man sehe, dass eine enorme Entwicklung stattgefunden habe. "Es gibt keine klar erkennbaren Infektionsherde mehr. Fachleute sprechen von diffusem Geschehen", so Kretschmann. Die Dunkelziffer der Infizierten sei sehr hoch und werde auf das vier- bis fünffache geschätzt.

Landesweite allgemeine Ausgangsbeschränkungen ab 12. Dezember, die vier Wochen gelten:

Der Aufenthalt außerhalb der eigenen Wohnung ist nachts von 20 bis 5 Uhr nur aus triftigen Gründen erlaubt: etwa berufliche Tätigkeiten, Arztbesuche - auch Tierarzt - Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen, keine Besuche von privaten Veranstaltungen.

Tagsüber von 5 bis 20 Uhr dürfe man sich ebenfalls nicht ohne Grund im öffentlichen Raum aufhalten. Zu den oben genannten Ausnahmen kommen diese dazu: Besuch von Einzelhandelsbetrieben bleiben erlaubt, ebenfalls private Veranstaltungen mit Teilnehmern des eigenen Haushalts oder zwei Haushalten mit insgesamt fünf Personen. Sport und Bewegung an der frischen Luft ist alleine, mit einer weiteren Person aus einem anderen Haushalt oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts erlaubt.

Alle weiteren Informationen: https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/alle-meldungen/meldung/pid/baden-wuerttemberg-erlaesst-landesweite-ausgangsbeschraenkungen/

Besuch von privaten Veranstaltungen vom 23. bis 27. Dezember, also an den Weihnachtsfeiertagen, ist erlaubt.

Am Sonntag, 13. Dezember, ist eine erneute Abstimmung auf Bund-Länder-Ebene einberufen worden. Laut Ministerpräsident Winfried Kretschmann werden aktuell weitere landesweite Verschärfungen diskutiert, sofern sich nicht die Bund-Länder-Konferenz auf ein bundesweites Vorgehen einigt, sowie ein Lockdown nach Weihnachten. 

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© Schwäbische Post 12.12.2020 09:00
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