Silvesternacht: Mehr als 200 Fahrzeuge und circa 400 Personen kontrolliert

Polizeibilanz 130 Verstöße gegen die Corona-Verordnung, etwa 70 davon mit einer Anzeige geahndet - wenige Unfälle; Brände blieben aus.

  • Die Polizei kontrollierte Fahrzeuge in der Stuttgarter Straße in Aalen. Foto: Jason Tschepljakow/Ostalb Network
  • Auch in der Lorcher Straße in Schwäbisch Gmünd gab es Kontrollen. Foto: Marius Bulling/Ostalb Network
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Aalen. Das Polizeipräsidium Aalen zieht in der Gesamtschau eine positive Bilanz nach der flächendeckenden Maßnahmenkontrolle in der Silvesternacht. Demnach hielten sich die allermeisten Bürgerinnen und Bürger an die Beschränkungen. Die Straßen und Plätze blieben quasi leer, teilt die Polizei mit. Dennoch habe es auch wenige Unvernünftige gegeben, die sich entgegen aller Appelle zu Partys trafen, sich gegen Mitternacht auf die Straße begaben oder Widerstand gegen polizeiliche Maßnahmen leisteten und dadurch die Bilanz trüben.

Schwerpunkte der Kontrollen bildeten die bestehenden Kontakt- und Ansammlungsverbote, die Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen sowie Alkohol- und Pyrotechnikverbote - jeweils im öffentlichen Raum. 

Die Menschen hielten sich weitestgehend an die Ausgangsbeschränkung und blieben daheim. In den Städten und beliebten Treffpunkten waren laut Polizei den Abend über fast keine Menschen anzutreffen. Hier und da wurden Gruppen von meist Jugendlichen gemeldet, die sich trafen und auch böllerten.

Das sonstige polizeiliche Einsatzaufkommen blieb unterhalb der Erfahrungen zu Silvester in anderen Jahren. Die Einsatzkräfte rückten zu vielen Ruhestörungen aus, zudem habe man es mit Streitigkeiten und Betrunkenen im häuslichen Bereich zu tun gehabt. Es ereigneten sich wenige Unfälle, größere Einsatzlagen oder Brände blieben aus.

Die Ereignisse der Nacht und Kontrollbilanz

Insgesamt wurden in der Silvesternacht mehr als 200 Fahrzeuge und circa 400 Personen kontrolliert. Es wurden rund 130 Verstöße gegen die Corona-Verordnung festgestellt, von denen etwa 70 mit einer förmlichen Anzeige geahndet wurden. Mit ungefähr 90 Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkungen bildete dieses Verbot einen absoluten Schwerpunkt.

  • Einsätze des Polizeireviers Aalen:

Kontrollierte Fahrzeuge: 20, Kontrollierte Personen: 31, Verstöße:12

Gegen 22.45 Uhr musste in einem Haus in der Spitalstraße von Aalen eine Party mit elf Personen duch die Polizei aufgelöst werden. Die Personen erhalten eine Anzeige nach der Corona-Verordnung. Ein 48-Jähriger leistete gegen seine Personalienfeststellung Widerstand, indem er sich sperrte, und erhält zudem eine Strafanzeige.

Zu einem weiteren Einsatz rückte die Polizei gegen 0.20 Uhr aus. In Neresheim schlugen sich in der Schulstraße zwei stark alkoholisierte Männer in einer Wohnung. Ein 21-Jähriger ging auf die Polizisten und Sanitäter los, trat nach ihnen und leistete heftigen Widerstand. Er wurde in Gewahrsam genommen und erhält zudem eine Strafanzeige.

  • Einsätze des Polizeireviers Schwäbisch Gmünd:

Kontrollierte Fahrzeuge: 20, Kontrollierte Personen: 30, Verstöße: 18

Gegen 22 Uhr wurde durch die Beamten eine Party in einem Zelt in der Klostersteige in Schwäbisch Gmünd mit neun Personen aufgelöst werden. Alle Personen erhalten eine Anzeige nach der Corona-Verordnung.

  • Kontrollen des Polizeireviers Ellwangen: 

Kontrollierte Fahrzeuge: 9, Kontrollierte Personen: 23, Verstöße: 9

  • Kontrollen des Polizeireviers Crailsheim:

Kontrollierte Fahrzeuge: 21, Kontrollierte Personen: 43, Verstöße: 9

  • Einsätze des Polizeireviers Schwäbisch Hall:

Kontrollierte Fahrzeuge: 17, Kontrollierte Personen: 26, Verstöße: 24

Ein unbekannter Mann war gegen 1.30 Uhr in der Orlacher Straße in Braunsbach zu Fuß unterwegs. Dabei schoss er grundlos mit einer Gaspistole in Richtung zweier 8 und 14 Jahre alten Kinder, die sich in einer Hofeinfahrt aufhielten. Beide wurden verletzt und in eine Klinik gebracht.

  • Einsätze des Polizeireviers Schorndorf:

Kontrollierte Fahrzeuge: 35, Kontrollierte Personen: 61, Verstöße: 0

Gegen 1.15 Uhr brannte in der Hauptstraße in Plüderhausen ein Papiertonne. Die Feuerwehr löschte das Feuer. Gefahr für Gebäude bestand nicht. 

  • Einsätze des Polizeireviers Backnang:

Kontrollierte Fahrzeuge: 11, Kontrollierte Personen: 38, Verstöße: 21

In der Ludwig-Beck-Straße in Murrhardt ist gegen 23.30 Uhr ein stark betrunkener 19-Jähriger unterwegs gewesen. Wie die Polizei berichtet, verweigerte dieser seine Personalienangabe, war aggressiv und leistete Widerstand, indem er mitunter nach den Kollegen trat. Er wurde in Gewahrsam genommen. Ihn erwartet zudem eine Strafanzeige.

  • Kontrollen des Polizeireviers Fellbach:

Kontrollierte Fahrzeuge: 5, Kontrollierte Personen: 24, Verstöße: 3

  • Kontrollen des Polizeireviers Winnenden:

Kontrollierte Fahrzeuge:11, Kontrollierte Personen: 15, Verstöße: 6

  • Einsätze des Polizeireviers Waiblingen:

Kontrollierte Fahrzeuge: 56, Kontrollierte Personen: 102, Verstöße: 28

Gegen 22.40 Uhr hielten sich Jugendliche am Salier-Schulzentrum in Waiblingen auf und feierten. Teilweise flüchteten sie bei Eintreffen der Polizei. Die Feier wurde aufgelöst, Anzeigen gefertigt.

© Schwäbische Post 01.01.2021 12:25
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Kommentare

Andrea Trajanoska Redakteur

Matthias Fuchs schrieb am 01.01.2021 um 13:33

Unfassbar, wieviele ewig Unbelehrbaren und dumme Menschen es gibt. Wenn man die Zeitungsberichte und Reportagen im Fernsehen sieht, in denen die vielen an Corona schwer erkrankten Mitmenschen jeglichen Alters ins künstliche Koma versetzt und beatmet in den Intensivstationen liegen, dann kann man sich nur noch wundern wenn man dieses Virus als harmlos oder gar nicht existent bezeichnet. Man soll keinen Menschen etwas schlechtes wünschen, aber solchen Ignoranten wünscht man den schwersten Verlauf dieser Erkrankung. Solange sie niemanden anderen gefährden wäre es mir vollkommen egal, aber es ist schlichtweg asozial, wenn man sich gegen jegliche Auflagen sperrt, dadurch die erhöhte Gefahr besteht sich selbst zu infizieren und dann insbesondere durch dieses eigene Verhalten im Turbo andere Menschen infiziert.

Einen Teil Ihres Kommentars haben wir gelöscht, da dieser nicht unseren Richtlinien entspricht.

Prisoner

Matthias Fuchs schrieb am 01.01.2021 um 13:33

Unfassbar, wieviele ewig Unbelehrbaren und dumme Menschen es gibt. Wenn man die Zeitungsberichte und Reportagen im Fernsehen sieht, in denen die vielen an Corona schwer erkrankten Mitmenschen jeglichen Alters ins künstliche Koma versetzt und beatmet in den Intensivstationen liegen, dann kann man sich nur noch wundern wenn man dieses Virus als harmlos oder gar nicht existent bezeichnet. Man soll keinen Menschen etwas schlechtes wünschen, aber solchen Ignoranten wünscht man den schwersten Verlauf dieser Erkrankung. Solange sie niemanden anderen gefährden wäre es mir vollkommen egal, aber es ist schlichtweg asozial, wenn man sich gegen jegliche Auflagen sperrt, dadurch die erhöhte Gefahr besteht sich selbst zu infizieren und dann insbesondere durch dieses eigene Verhalten im Turbo andere Menschen infiziert.

 

Wir haben dafür leider eine lächerliche Justiz und eine ganz weichgespülte Polizei!

Matthias Fuchs

Unfassbar, wieviele ewig Unbelehrbaren und dumme Menschen es gibt. Wenn man die Zeitungsberichte und Reportagen im Fernsehen sieht, in denen die vielen an Corona schwer erkrankten Mitmenschen jeglichen Alters ins künstliche Koma versetzt und beatmet in den Intensivstationen liegen, dann kann man sich nur noch wundern wenn man dieses Virus als harmlos oder gar nicht existent bezeichnet. Man soll keinen Menschen etwas schlechtes wünschen, aber solchen Ignoranten wünscht man den schwersten Verlauf dieser Erkrankung. Solange sie niemanden anderen gefährden wäre es mir vollkommen egal, aber es ist schlichtweg asozial, wenn man sich gegen jegliche Auflagen sperrt, dadurch die erhöhte Gefahr besteht sich selbst zu infizieren und dann insbesondere durch dieses eigene Verhalten im Turbo andere Menschen infiziert.

 

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