Corona-Gipfel: Lockdown-Verlängerung bis 31. Januar - verschärfte Kontaktbeschränkungen

Auch Schulen und Kitas bleiben weiterhin geschlossen. Statement von Ministerpräsident Winfried Kretschmann im Video zum Nachschauen. 

Heute gab es einen weiteren Corona-Krisengipfel der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Merkel. Das sind die Beschlüsse:

 Die Entwicklung im Ostalbkreis und in Baden-Württemberg in interaktiven Diagrammen

Was ab dem 11. Januar gilt - das Wichtigste im Überblick: 

  • Lockdown: Der bisherige Lockdown wird bis mindestens 31. Januar verlängert.
  • Auch Kitas und Schulen bleiben zu. Es wird eine Notfallbetreuung sichergestellt und Distanzlernen angeboten. Für Abschlussklassen können gesonderte Regelungen gelten. 
  • Ausgangssperren: Verschärfte Ausgangssperren für Landkreise mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Dann soll die Einschränkung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort (nicht die Wohnadresse, sondern die Stadt/Gemeinde) möglich sein.
  • Kontaktbeschränkung: Möglich werden auch wieder verschärfte Kontaktbeschränkungen wie beim Lockdown im Frühjahr. Künftig sind private Zusammenkünfte nur noch im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet.
  • Kinderbetreuung: Eltern sollen sich in diesem Jahr doppelt so lange für Kinder krankschreiben lassen dürfen wie üblich. Das sogenannte Kinderkrankengeld pro Elternteil wird wegen der Pandemie von 10 auf 20 Tage zu erhöht. Alleinerziehende können es demnach für 40 statt 20 Tage erhalten. Das soll auch gelten, wenn Schulen oder Kitas geschlossen oder Klassen in Quarantäne sind.
  • Reiseverkehr: Die Regeln für Einreisende aus Corona-Risikogebieten im Ausland: Ab dem 11. Januar müssen Reisende sich nicht nur für zehn Tage in Quarantäne, sondern sich auch 48 Stunden vor oder direkt nach Einreise zwingend auf das Virus testen lassen.

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) verteidigte die neuen Corona-Beschlüsse. "Das, was wir heute tun, folgt ausschließlich dem wissenschaftlichen Rat, Corona ernst zu nehmen".

    Eine kleine Lockerung gibt es allerdings auch. Ab Montag ist es in Baden-Württemberg wieder erlaubt, bestellte Waren in Geschäften abzuholen. Dies wurde in der Vorweihnachtszeit verboten.

Zum Nachschauen - Ministerpräsident Winfried Kretschmann berichtet in einem Video von den Ergebnissen der Beratungen: 

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© Schwäbische Post 05.01.2021 19:50
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