Corona: Diese Regeln gelten ab Montag in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg weicht von den Corona-Beschlüssen der Bund-Länder-Konferenz ab.

Stuttgart. Der Lockdown wird bis zum 31. Januar verschärft, das wurde bei dem weiteren Corona-Krisengipfel der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Merkel am Dienstag, 5.Januar, beschlossen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat heute im Landtag die Maßnahmen zur Verlängerung und Verschärfung des Lockdowns vorgestellt. Im Zentrum seiner Rede standen strengere Kontaktbeschränkungen sowie eine positive Bilanz zum Impfstart im Land.

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Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, den Lockdown zu verlängern und zu verschärfen.

Die wichtigsten Regeln im Überblick:

  • Jeder Haushalt darf sich nur noch mit einer weiteren Person aus einem anderen Haushalt treffen. Das gilt sowohl im privaten als auch im öffentlichen Raum. 
  • Bei der Beschränkung privater Zusammenkünfte wird es in Baden-Württemberg für Kinder Ausnahmen geben. "Um familiäre Härten abzumildern, und insbesondere den Bedürfnissen von Familien mit kleinen Kindern oder Alleinerziehenden gerecht zu werden, werden Kinder bis 14 Jahren in Baden-Württemberg nicht mitgezählt", sagte Kretschmann.

  • Familien dürfen sich mit einer weiteren Familie zu Betreuungsgemeinschaft zusammentun, in der die Kinder Wechselseitig betreut werden. Allerdings müssten es während des Lockdowns immer dieselben zwei Familien sein, die sich bei der Kinderbetreuung unterstützen.

  • Schulöffnungen seien bis Mitte Januar nicht garantiert. Erst am kommenden Donnerstag könne das beschlossen werden.

  • Die Ausgangsbeschränkungen in Baden-Württemberg bleiben bestehen. Alle derzeit geschlossenen Geschäfte und Einrichtungen bleiben geschlossen.

  • Kantinen werden geschlossen. Die Abgabe von Speisen und Getränken zum Mitnehmen bleibt erlaubt.

  • Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber werden deutlich dazu aufgefordert, großzügige Home-Office-Möglichkeiten zu schaffen. 

  • Schulen bleiben weiterhin geschlossen. Fernunterricht wird angeboten, Sonderregelungen für Abschlussklassen sind möglich. Es besteht eine Aussicht auf Öffnung von Kitas und Grundschulen ab dem 18. Januar, sollten die Infektionszahlen signifikant sinken. Eine Notbetreuung für Kita-Kinder und die Klassen 1 bis 7 wird eingerichtet.

  • Für das Jahr 2021 wird ein zusätzliches Kinderkrankengeld für 20 zusätzliche Tage pro Elternteil und 40 zusätzliche Tage für Alleinerziehende gewährt. Der Anspruch gilt auch für die Betreuung der Kinder zuhause.

  • „Click & Collect“-Abholangebote im Einzelhandel sowie bei Bibliotheken und Archiven werden erlaubt.
    Die vollständige Auszahlung der Novemberhilfen beginnt am 10. Januar 2021.

  • Die Anträge für die Dezemberhilfe sind bereits seit Mitte Dezember möglich. Bei der Überbrückungshilfe III sollen Abschlagszahlungen möglich sein. Reguläre Auszahlungen sollen im 1. Quartal 2021 erfolgen.

© Schwäbische Post 08.01.2021 20:50
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